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baren Gewogenheit zu geben. Und doch fühle ichbey allen diesen füssen und warmen Empfindungen derzärtlichsten Freundschaft einen Schmerz, der mich be>unruhigst; daß ich in meiner ißigen Lage, wo eineMenge verorüßlicher kleiner und unbelohmer Geschäftte mir alle weite Aussichten verschließt, und mich ineinen sehr engen Kreis zaubert, unfähig bin, meindankbares Herz durch ein würdiges Geschenk an denTag zu legen. So nehmen Sie venn, seltner Mann,zum Wohlthun und edlen Empfindungen geboren,und als ein gutthätiger Genius zu uns Erdensöhnengeschickt, ein Herz, in welchem Heisse Dankbarkeitklopft, zum ewigen Eigenthum. Unsers durch glei-chenGeschmack und sympathetischesGesühl vergeschwi-sterts Seelen kannten einander schon, ehe Sie mir soherablassend Ihren Beyfall zuwinkten.
Bttyerö Charakter isi mir sehr schätzbar worden,nachdem Sie ihn in der vortrefflichen Prafation sowohl geschildert, und die Geschichte von der Entwi-ckelung seines Genies mit Meisterzügen entworfen ha-ben. Diese kleine Schriften sind ein Schaß von aus-gebreiteter, tiefer Gelehrsamkeit, und das Gchyenkderselben ist mir um desto angenehmer , da sie mir zwargrößtentheils bekannt, aber nie vorkommen waren.
Ich beklage mit Hhncn die schändliche Zerrüttung,welche unserm gelehrten Deutschland allerdings zumewigen Schimpfgereicht; der größte Bortheil dabeyist, baß sie unter uns ersterben, und den Auslandernnie völlig wieder bekannt werden. -Offenbar ist, daßdie antiquarischen Briefe den ersten Ton angaben, undden Anfang zu einer Schandchronik gemacht haben,
und