Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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Wie sehr wünschte ich, mein Theuerster, daßder Gelehrte Ärieg einmal aufhörte, daß ^»e ruhiguntt-r dem Schatten Ihres Feigenbaums sapen, an-statt ^hre Lanze zu schärfen, sich neben mir mit Rosenbekränzten, und uns etwas Ihrer Geschichte desAmors ähnliches erzählten! Immer mehr lerne ichdcn Frieden schätzen, und gewiß werde ich fortfahren,wie ich angefangen habe. Die gUtM Menschen sindmeine feinde nicht, das weiß ich!

In Göttingen empsieng man mich mit ausseror-dentlicher Freundschaft. Hr. Heyne bat mich ,zumEssen, als er seinen Geburtstag feuerte. Käsmerbewillkommce mich mit einem artigen ^pi^ramm, undder gute Dieze that alles, waö er konnte, mirVergnügen zu machen.

Nächstens schicke ich Ihnen Doch sie sollenes nicht zum voraus wissen. Sie werden sich wun-dern! Ich möchte dabey seyn, wenn sie eS bekom-men. Das muß ich ihnen nur sagen, daßGleim, ohne mein Wissen / es IN meiner An-wesenheit dem Verleger gegeben hat, denn diejeni-gen, die mir nicht wohl wollen, werden darob spotter'.Was liegt daran? Zuweilen mach ich mit ihren Man«nerchen mir einen Spaß, und lache mit.

Machen Sie, daß wir uns bald einmal in Qued-linburg sehen, denn aus meiner Hallischen Reisemöchte so bald nichts werden. Ich bin so lange her-um ge-