Mehrteiliges Werk 
Briefe Deutscher Gelehrten an den Herrn Geheimen Rath Klotz / Herausgegeben von J. J. A. v. Hagen, Lieut. des Königl. Preuß. Reg. von Anh. Bernburg
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So viel weiß ich, daß er sie in Berlin vergeblich de»Buchhändlern angetragen hat.

Verschickungen waren zu der Zeit mein Beruf,als er alles in allen bey dem kremier Minister galt, undungeachtet ich ihm in seine malerische Laufbahnkeine Hinderniß in den Weg zu legen begehrte, von derStunde an mich verfolgte , da ich ihm treuherzig undauf sein Befragen über ein Gemälde, das in der Mi-nister Gallerte mir damals unwissend von ihm her-rührte , den Schüler ^Mslm 6s Usulcli na.mte, undhinzufügte i der Name des Lehrmeisters I-ilm LotKwürde vermuthlich angegeben seyn. Der grast. Be-diente mußte den Namen aus dem Verzeichnisse lesenund laß ihn so wie ich gemuthmaßet, nicht den Schü-ler, sondern den Namen des Meisters. Da ermir nun, ohne meine Veranlassung, währender Zeitdas Kupfer - Tabinet , so an seiner statt Wenzelnzum Jnspector bekommen, übergeben müssen, so istseine Gehaßigkeit und deren Ursache leicht entdeckt.Vielleicht waget er auch Säße wegen der Perspectivder Alten, die er denselben abspricht, und entscheiddender reden will, als ein Cayluö und die größteKenner berechtigt waren zu reden, und doch nichtreden, weil die Bescheidenheit mit zu dem Charactereines Mannes gehört, der edel denket. Und hier»auf mag der Hr.bis'er noch nicht gesonnen ha-ben. Sein Mißfallen würde ich gern als ein Ge-gengift gegen das mir vielleicht zu angenehmeLob recht-schaffener Manner gebrauchen I aber auch in vielerAugen ehret dergleichen Mißfallen. Ein Mann, der

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