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„nichts weiter sagen, als was auch von aller andern Er-kenntniß gilt, daß sinnliche Affeercn alle heilsame Le'iren„nnfruchibar machen. So sprick^t er demnach hier in Ab-„sicht auf die lebendige Erkenntniß des Evangelii: Ein„Mensch der voller Affekccn ist, der Neid, Zank nnd„Zwietracht im Herzen hat, der kann die Wirkungen des„Geistes Gottes zu seiner Bekehrung nicht annehmen;„sie sind ihm noch eine Thorheit, die er verachtet; er„kann sie nicht nach ihren Wesen und Nutzen erkennen,„weil sie nach dem Geist zu schätzen sind. Der Apostel„hat es hier gar nicht mit solchen Leuten zu thun, die sich„mit Vernünfteleyen dem Evangelio widersetzten, und es„etwa wie die Griechen, darum für Thorheit hielten,„weil sie nach nichts als nach philosophischer Weisheit„fragten; sondern mit solchen, die das Evangelium aller-dings gläubigst angenommen hatten, aber über den„Vorzug ihrer verschiedenen Lehrer in einen heftigen Zwie-spalt gerathen waren, daß sie die Frucht des Evangclii„darüber vernichteten. Er will also nur die Affeklen und^unnütze Jankercycn unterdrücken, welche der lebendigen„Erkenntniß und Einwirkung des Geistes Gottes zur„Weisheit, Gerechtigkeit und Heiligung den Weg ver-„sperreten. Was haben denn die Verstandes - Kräfte,„das Vermögen und die Einsicht der Vernunft, die theo-retische Erkenntniß der Geheimnisse hieben zu schaffen?„Da lag es in der corinihischen Gemeine nicht an, weil„sie nun alles gepredigte ohne Widerrede glaubten, son-„dern an den ungezahmten fleischlichen Äff kten. Wie,,mögen denn die Herrn Theologi diese Stelle, wider den„Gebrauch der Worte, wider die Gelegenheit und Ab-
..sicht