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5,Grund, daß wir deßwegen auch nothwendig natürlich„unverständigen Verstand und böses wollenden Willen„haben müßten? Die Natur vollkommen zu machen,„oder wieder in Vollkommenheit zu setzen, wann es nö-thig ist, kann Gottes Vollkommenheit nicht zuwider„seyn, es mag den leib oder die Seele betreffen. Man„gestehet ja doch, daß Gott die verdorbene Natur der„Menschen will wieder vollkommen haben: warum dann„nicht durch den kürzesten Weg, auf eine natürliche Weise ?„Es ist also was ungereimtes, und mit der Weisheit„Gottes streitendes, wenn er den Menschen ein mehrers„Erkenntniß hätte nöthig zu seyn erachtet, als sie jetzt„natürlich haben können, und doch natürlich gehabt ha-„ben ; daß er solches durch beständige Wunder in einer„unmittelbaren Offenbarung aller Orten und zu allen„Zeiten bey allen und jeden übernatürlich hatte verrichten„wollen.
§§. „Noch ungereimter aber ist es, wenn man fttzete,„daß die Offenbarung nur etlichen Personen bey jedem„Volke , zu allen Zeiten, oder zu gewissen Zeiten, wider-„führe, bannt es die andern Menschen von ihnen hören„und glauben sollten. Denn einmal ist doch hier auch„der Zweck, daß alle und jede Menschen das Erkenntniß„bekommen sollen; und also ist hier eine ahnliche Unge-reimtheit, daß solches nicht durch die Natur, sondern„durch hausige Wunder geschieht. Aber darinn ist hier„die Ungereimtheit noch größer, daß alsdenn die Wun«„der den Zweck nicht einmal erhielten. Denn wenn ein„jeder Mensch bey sich eine unmittelbare Offenbarung hat,x,und sie führet ein untrüglich Kennzeichen mit sich, wel«