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„ches ein jeder durch sein eigen Gefühl erkennen kann:,^sv kann auch ein jeder das Erkenntniß bekommen und„davon überzeugt werden. Wenn aber nur einige im„Volke eine Offenbarung unmittelbar bekommen, und sie„bezeugen andern Menschen, was ihnen offenbaret ist:„so bekommen die andern Menschen diese Nachricht von„Menschen. Es ist also nicht mehr eine göttliche Offen-barung, sondern ein menschlich Zeugniß von einer gött-lichen Offenbarung» Wenn nun ein Mensch sowol einzzMensch ist, wie der andere; wenn ein jeder Mensch sich,,selbst und andere aus Einbildung, Uebereilung und Irr-thum bekriegen kann, und aus Absichten öfters bekriegen„will: so ist dieses menschliche Zeugniß von einer göttl-ichen Offenbarung bey weiten so glaubwürdig nicht. Nie-„mand kann ihm weiter Beyfall geben, als so weiter von„der Einsicht, Behutsamkeit und Ehrlichkeit des Zeugen»Nachricht und Proben bekommen, und daher einen Grad„des Vertrauens oder Mißtrauens gegen ihn hegt. Wor-^aus denn folget, daß ein solch Zeugniß unmöglich von„allen könne angenommen werden, sondern vielem Awei-„fel und Widerspruche unterworfen ist: weil es menschl-icher Weift nicht möglich ist, daß alle und jede von der„Einsicht, Behutsamkeit und Ehrlichkeit dieses oder jc-„nes, in Erzählung dessen, was ihm insgeheim wicder-„fahren, sollten zuvcrlaßig überführet werden können;„znmahl wenn auch andere eine widrige Offenbarung»von sich rühmten, und doch eben so grossen Schein Vor„sich hatten. Selbst in dem jüdischen Volke haben die„Propheten zn der Zeit, da sie geweissaget Aud Wunder„gethan, am wenigste» Glauben gefundm; und so wür-, U „de