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„heit scheinet darin» zu seyn. Davon geben die Bücher„der Chroniken und der Könige, wie auch die vier Evan-gelisten und Apostel, wenn man sie mit einander verglei-„chet, einen lebhaften Beweis Denn wenn nur ein Buch„die Historie altes, und wieder eins die Geschichte des„neuen Testaments in sich hielte: so wüßten wir von kei-„nem äußerlichen Widerspruch und Zweifel. Wenn nur„Paulus allein die Lehre vorgetragen halte: so könnten„wir nicht so irre werden, als da Zacobuö gerade das„Gegentheil vom Verhältniß des Glaubens zur Selig-„keit zu lehren scheinet. Was würden nun nicht für Dis-„harmonieen entstehen: wenn bey so vielen Völkern lau-„ter solche Menschen den göttlichen Sinn vortragen soll-„ten? Dann kamen die falschen Propheten und falsche„Apostel, ja falsche Evangelia und Apocrypha dazu.„Schickte Gott einen Propheten bey einem Volke: so„waren leicht vier hundert falsche dagegen. Thäte Gott„durch seine Boten Wunder: die Zauberer würden auch„also thun mit ihrem Beschweren. Schickte Gott einen„Christ: es würden viel falsche Christi kommen und„Wunder thun; so daß auch die Auserwahlten wo mög-„lich dürften verführet werden. Kämen etliche Apostel„in seinem Namen: es würden viel falsche Apostel a.,s-„stehen, die er nicht gesandt hätte. Liesse er ein Evan-gelium aufzeichnen: gleich würden eine Menge Pseudo-„ Evangelia, oder fälschlich ausgegebene Evangelia, denen„Leuten in die Hände gespielet werden. Summa, je„mehr Völker wären, bey welchen sich Gott offenbares,„je mehr würde sich Verschiedenheit, falscher Schein, Be-„trug, und also Zweifel, Irrungen, Ungewißheit, und
„Wi-