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„Widerspruch Haussen. Es ist also der Weisheit Got-„tcs entgegen, sich so zu offenbaren, und uns nicht mög-„lich, eine solche zerstreute, vervielfältigt, und nur durch„Mehrheit der Wunder weniger ausrichtende göttliche„Offenbarung zu gedenken.
§§ „Wir müssen nun den letzten Fall, da sich Gott„nur in einem Volke, zu gewissen Zeiten, durch gewisse„Personen, theils mündlich, theils schriftlich offenbaren„könnte, um desto genauer in Erwegung ziehen, weil„eben dieses wirklich geschehen zu seyn geseßct, und dabey„behauptet wird , daß darum der allen Menschen nöthige„Weg zur Seligkeit enthalten sey. Es ist wahr, daß,,bey diesem Falle die Wunder nicht so viel und so oft ge-schehen dürfen, als in den beiden vorigen Fallen. Auch„ist wahr, daß in der Offenbarung selbst nicht so viel„Verschiedenheit und anscheinender Streit seyn kann, als„wenn dieselbe bey vielen Völkern durch vieler Mund und„Feder gegangen wäre. Und darinn hat diese Hypothc-,,sis einen Vorzug vor den übrigen. Jedoch wird man„auch schon aus dem, was ich bisher angeführet, erken-nen können, was dieser Hypothesi theils ebenso wohl,„theils noch mehr als den vorigen entgegen ist. Einmal„geschiehet auch hier durch Wunder, und außerordentliche„übernatürliche Wirkung, was durch den ordentlichen„Weg der Natur hatte geschehen können. Fürs andere„wird das offenbarte Erkenntniß dadurch, daß es übn'„die Vernunft ist, dnnkel und unbegreiflich; da es würde„klar und verständlich gewesen seyn, wenn es aus natür-lich bekannten Wahrheiten hätte könneu hergeleitet wer-„den. Fürs dritte folget daraus, daß es, um der Ursa-„che willen, nicht allgemein kann ang-cnommen werden:
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