„fenbar, daß diese Ceremonie von alten Leuten, die ihr„Bekenntniß des Glaubens vor der Taufe ablegen, auf„die Kinder gebracht sey, zu einem bloßen Zeichen, daß„sie diefe Aufnahme in die christliche Kirche durch die„Taufe begehren würden, wenn sie schon das Erkenntniß„hätten, was sie als Erwachsene haben werden; und da--„her diese Ceremonie, wie die Beschneidung, bey ihnen„zum voraus verrichte. Oder wenn die Taufe den Glau-„ben wirken kann, warum müssen Erwachsene erst den„Catechismum mit Mühe lernen? warum werden Ju-„den, die sich zur christlichen Kirche begeben wollen, nicht„alsobald getauft, sondern erst fleißig unterrichtet? Man„dürste sie ja nur taufen, so wüßten sie den ganzen Glau-„ben, wenn der heilige Geist den Glauben durch die,,Taufe wirkte. Man kann auch bey der ganzen Taufe„nichts annehmen, das den Glauben wirkte: nicht das„Wasser; denn das machet nur die Haut naß: nicht die„Worte an sich; denn sie bestehen nur in einem Schalle„aus zusammengefügten Buchstaben: nicht der Verstand„der Worte; denn der ist eine Vorstellung der Sache in„Gedanken, welche von willkührlichcn Zeichen abhänget,„so die Vorfahren und Urheber der Sprache erdacht ha-lben , davon die Kinder nichts wissen: nicht der heilige„Geist, der durch das Wort wirkre; denn Kinder verste-hen die Worte nicht: nicht ein Geist, der unmittelbar„wirkte; weil sonst die Wirkung ein Zwang seyn würde,,,dem die Kinder nicht widerstehen könnten; und keine„Ursache wäre, warum derselbe Geist nicht ohne Wasser„und bey allen Kindern auf der Welt dasselbe verrichten„wollte» Oder hängt der Glaube und die Seligkeit ab
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