„von dem Wasser und von den christlichen Aeltern, wel-„che die Taufe für ihre Kinder verlangen? so ist es ein«bloßes Glück, daß gewisse Kinder selig werden, weil sie„von christlichen Eltern geboren sind; ein bloßes Unglück„Herzogen, warum noch weit mehrere ewig verdammet„werden, weil sie nicht von christlichen Eltern das Leben„empfangen.haben. Alles dieses fasset unendlichen Wi-derspruch in sich, und daher bleibt nichts übrig, als daß„die Kinder gar keinen Glauben oder Erkenntniß von der„Offenbarung haben oder haben können. Wenn nun die„Offenbarung und der Glaube an dieselbe das einzige„nothwendige Mittel zur Seligkeit seyn sollte: so ist es„für diesen Theil menschlichen Geschlechts, der in seiner„zarten Kindheit von der Welt scheidet, ein unmögliches„Mittel. Wenigstens wird man zugestehen müssen, daß„doch nur Christen-Kindern durch Glück und Zufall„möglich werde, durch dieses Mittel den Glauben zu be-kommen und selig zu werden; allen übrigen Türken-Jü-„den- und Heiden - Kindern aber durch Unglück unmöglich„falle an der Offenbarung, Glauben, und Seligkeit An-„theil zu bekommen»
§§. „Wenn die Kinder erwachsen, so wird ein jedes„nach dem Willen seiner Aeltern von Lehrmeistern, oder„auch von den Aeltern selbst in den Anfangs - Gründen„der väterlichen Religion unterrichtet: der Jude in dem„Iudenrhum, der Türke nach dem Alkoran, der Sineftr,„der Perser, der Heide in seinen hergebrachten Meinun-„gen und Gebrauchen, der Christ in seinem Catechismo,„so wie es fällt, auf Catholisch, Reformirt, Latherisch,„Arminianisch, Menonitisch, Socinianisch. Zuweilen
„wird