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„wird schon in den Ehe-Patten der Eltern den Kindern,„die noch sollen geboren werden, ihr Glaube als ein Erb-„gut, als ihre väterliche oder mütterliche Portion be-„stimmt: die Knaben bekommen etwa den Catholischen,„die Mädchens den Lutherischen Glauben. Und siehe,„sie nehmen ihn, wie alle übrige Religionen und Secrcn,„nach den Ehe-Patten, nach dem Willen und Besinn-„mung ihrer Aeltern, nach dem Exempel ihrer Vorfah-„ren, getrost an; und können nicht anders handeln. Wer„kann von solchen Kindern eine Fähigkeit fordern, daß„sie die Wahrheit dcssen, was sie lernen, beurtheilen,„und so sie im Irrthume waren, eine bessere Religion su-„chen und finden sollten? Wer kann ihnen verdenken,„daß sie bey dem Vertrauen, bey dem Gehorsame, so sie„ihren Aeltern schuldig sind, auch derselben ihre Religion„für wahr und für die beste halten? Sie lernen erstlich„mehr die Wörter und äußerliche Cerimonien, als Bes„griffe: es wird ihnen sauer, sich von göttlichen Dingen,„die nicht in die Sinne fallen, eine Vorstellung zu ma-„chen: und wenn sie zumal unter ungeschickte Lehrmeister„verfallen, wie es leider den meisten widerfahrt, so müs-„sen sie sich auch bis ins männliche Alter mit dem leeren„Tone unverständlicher Formuln, die sie ihrem Gedächt-„nisse ohne Erklärung einzuprägen angehalten sind, bes„helfen. Wenn denn noch einige wenige Kinder so weit„kommen, daß sie sich von den Dingen selbst anfangen„Begriffe zu machen: so sind doch dieselben noch auf kin-dische Weise dunkel, unvollständig, verwirrt und irrig»„Da ist noch keine Fertigkeit im Gebrauche der Vernunft,„keine Erfahrung, keine Wissenschaft, keine Belesenheit
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