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„dern im sechsten Capitel das Verhältniß der Sterbenden„nach dcni verschiedenen Alter, und bedienet sich zu dem„Ende der richtigsten Listen von Breslau, London , Ber-„lin und insonderheit von Wien , woraus erhellet, daß„die Halste der gebornen Kinder gegen vier Zahr schon„wieder todt ist: von n686 gebornen werden nurZZ2O,„und also nicht einmal die Halste drey Jahr alt, daß sie„bis ins vierte kamen. Nach dem zehnten Jahre aber„ist von allen Gebornen nur ein Drittel übrig, nemlich„von 11686 erreichen nur ZY20 das zehnte Zahr. Folg-lich waren von dem ganzen menschlichen Geschlechte die„Kinder, so unter zehn Jahren sterben zwey Dritthcile„deS menschlichen Geschlechts. Also ist vermöge dessen„der Schluß richtig, daß erstlich die Offenbarung für„zwey Drittheile des menschlichen Geschlechts ein schlech-terdings unmögliches Mittel sey. Ob ich nun wol vcr-„sichert bin, daß diese Rechnung genau und behutsam ge«„macht sey, und von keiner außerordentlichen Krankheit„entstanden; so will ich doch ein und anderer Einwen-dung , welche man wegen des Verhältnisses der sterben-den Kinder an andern Orten und zu andern Zeiten ma-„chen mögte, vorbeugen, und nur annehmen, daß die„Halste Menscben unter zehn Jahren versterben, und„folglich die Offenbarung für die Halste des menschlichen„Geschlechts unbrauchbar und unmöglich sey. Das ist„doch, dünkt mich, mit cinemmal ein gewaltiger Abschlag„von dem Satze, daß die Offenbarung allen Menschen„zur Seligkeit nöthig sey.
HZ. „lasset uns aber weiter gehen. Die übrige Halste„des menschlichen Geschlechts bestehet denn ans Erwach-
„sencn