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„tcn oder Melchiten:c. bestehen, nicht wieber aufkommen„können. Wie es denn auch, innerhalb des Christenthums,„nur der Reformation nicht anders ergangen: daß die„vielen Spaltungen unter den Protestanten den Fortgang„der aufgehenden Reformation in vielen auswärtigen Nei-„chen sowol als in Deutschland selbst unterbrochen und zu-„rückgesetzr haben. Wie kann man sich denn, bey den„immer sich mehrenden Secten der Christen einen Zugang„und Wachsthum von Heyden versprechen? Wenn vor-„mals nachgerade ganz Europa das Christenthum ange-„nommen, so weiß man genugsam, daß solches guten„Theils mir Gewalt und Schwerdt geschehen sey: und„daß die gröbste Barbaren, Unwissenheit und Einfalt der„Einwohner den Weg dazu gebahnet, und diese Einwohs„ner also auch klüglich von der Clerisey in solcher sclavi-„schen Dummheit erhalten worden. Wir wissen, daß die„Zeiten der Gewalt und Finsterniß den größten Theil der„Dauer des Christenthums in Europa ausmachen. Ich„kann aber solche Leute, die durch Gewalt und Unwissen-„heit zum Christenthume gebracht, oder durch eben diese„Mittel darinn unterhalten werden, gar nicht für solche„erkennen, bey welchen eine gegründete Ueberführung von„der Offenbarung statt finde; und wenn auch jetzt eben„diese Gewalt und Finsterniß ausser Europa über die„Heyden ausgebreitet werden konnte: so würde ich doch„diese vormals blinde Heyden, nunmehro blinde Christen,„eben so wenig unter die Zahl derer rechnen, denen man„einen gegründeten Glauben von der Offenbarung beyle-gen kann. Es gehet aber auch jenes heutiges TageS„nicht mehr an; und also fällt alles hm, was vormals
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