„bekannte Völker zu besuchen, und mit vieler Mühe und„Kosten die geschicktesten Misswnarien dahin zu senden„angefangen, auch die größten Vortheile der Wissenschafs„ten und Vuchdruckeren vor den alten voraus hat, den-„noch fast nichts ausgerichtet ist, und überhaupt zu rech-„nen, von einer Million Menschen kaum einer zum Chri-„stenthume gebracht worden: so daß auch diefe Neube-„kehrte entweder bloß aus Absicht auf zeitliche Vortheile,„oder ans blinder sclavischer Einfalt, zum Christenthume„getreten, oder nur einen Schein desselben angenommen;„keiner abcr von der Geschichte Jesu und der Apostel, von,,der Wahrheit und Göttlichkeit ihrer Wunder, von der„Aufrichtigkeit der Zeugen, von der unverfälschten Ve-rwahrung der Bücher, oder deren göttlichen Eingeben ge-„nngsame Untersuchung anstellen, oder gegründete Ueber-„führung haben kann. Mit einem Worte, alle große„Mühe und Kosten sind an Missionen verlohren: das„Christenthum lasset sich heutiges Tages bey den Heyden„nicht weiter ausbreiten.
§§. „Es finden sich denn ferner andere Hindernisse in„der Beschaffenheit des menschlichen Geschlechts, welche„nicht verstatten, daß eine solche Offenbarung, die nur„einem Volke gegeben ist, allen Völkern beygebracht wer-„de. Die Menschen sind durch die Verschiedenheit so vie-„ler Sprachen sehr von einander abgesondert, daß sie sich„nicht verstehen. Und wer die Menge der Sprachen be-„denket, benebst der Geschicklichkeit, die ein Dollmetscher,,vder Uebersetzer haben muß, wird wohl glauben, daß es„menschlicher Weise unmöglich sey, ein Buch in alle.„Sprachen zu übersetzen, und so viel Menschen zu finden,
„welche