-s-^--^- ( ZZ4 ) -
„übereingestimmet: so trauet der Jude darinn dem Urs„theile des ganzen hohen Raths und aller alten Rabbi -„ner mehr als dem Zeugnisse einiger weniger aus dem„Pöbel, die Jesu Anhänger gewesen. Er ist im Gesetze„Mosis aufs schärfste gewarnet, er soll nicht mehrere Göt-„ter anerkennen; es sey nur ein Gott. Er kann aber„doch die lehre, daß Jesus sowol Gott sey , wie der Va-„ter, und der heilige Geist sowol Gott sey, wie Vater und„Sohn, nicht anders einsehen, als eine Lehre von vielen„Göttern: er denkt, wie seine Vorfahren, das sey eine„Gotteslästerung, daß sich Jesus selbst zum Gott ge-„macht. Er erwartet zwar einen Messias, aber einen,„der Israel erlösen, und nicht noch 1700 Jahre nachher„in der Gefangenschaft und Elende lassen sollte: einen,„der König seyn und ein herrlich Reich anfangen, nicht„aber am Holze als ein Missethäter gehenkt werden sollte:„einen, der nicht das ewige Gesetz Mosis abschaffen, son-„dern recht in den Schwang bringen sollte. Betrachret„er die von den Evangelisten angeführten Beweisthümer„aus dem alten Testamente, daß Jesus der Messias sey:„er soll ZlTlazarenus heissen: aus Egypren habe„ich meinen Sohn gerufen: ich will fein Vater„seyn und er foll mein Sohn seyn, u. s. w. so fin-„det er entweder gar nichts davon im alten Testamente,„oder daß auch die Worte von ganz was anders handeln.„Er findet also seiner Einsicht nach nichts als Blendwerk„und Betrügerei) in diesem vorgegebenen Beweise. Diese„und andere dergleichen scheinbare Einwürfe, die er be-greifen kann, sind ihm von seinem Rabbiner, dem er,„wie natürlich, trauet, von Zugend auf mit dem größten
„Hasse