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„Hasse wider Jesum beygebracht worden. Er hat geler-„net, nach seinem Catechismo, seinem Gölte im Gebete„zu danken, daß er ein Jude geboren sey: er höret von„zarter Kindheit an, daß die sich ins Verderben stürzen,„die den Gott ihrer Vater verlassen: so bekommt er noth-wendig einen solchen Haß und Abscheu gegen das Chri-„stenlhum, den er, wenn wir wollen menschlich urtheilen,„unmöglich überwinden kann. Sind ihm andere Dinge„unbegreiflich, so daß sie ihn wollen irre machen: kann„er auf die Einwürfe der Christen, daß der Messias langst„müßte gekommen seyn, nicht allerdings antworten: so„denkt er, wie auch ein Christ bey solcher Gelegenheit„denkt, das gehe über seine Einsicht, das wisse dennoch„sein Rabbiner zu beantworten: er wolle sich an das hal-„ten, was er verstehe. Wenn man nicht mehr von sol-„chcn armen Menschen fordern will, als seine Kräfte zu-„lassen^ so wird man wohl begreifen, daß es einem Zu-„den, der nach seiner Art recht unterrichtet ist, nicht mög-lich sey, ein Christ zu werden. Paulus hat schon die„Hoffnung der Bekehrung mehrerer Juden fast ganz auf-gegeben, und wandte sich daher zu den Heyden: und„wir lesen nicht, daß nachher bis auf jetzige Zeiten aus„diesem Volke ein besonderer Zuwachs zum Christenthum;,me gekommen sey. Vielmehr haben sie hin und wieder„um ihres Glaubens willen die greulichsten Verfolgungen„und Marter herzhaft ausgestanden. Und man mag ins-gemein mit Bestand der Wahrheit sagen, daß die Juden,„so heutiges Tages Christen werden, fast alle Betrüger„sind, die Liederlichkeit, Armuthund gehoffrer Vortheil„dazu bewogen hat. Alle Anstalten, Anschlage, Zwangs-
„Mit-