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„gehabt, nemlich Erkenntniß der Sprachen und Wissen-schaften, Historie, Buchdruckerey, Schiffahrt, Hand-lung, Reichthümer und Missionen: ja daß es sint der„Ieit häufige innerliche Feinde und Ungläubige bekoms„men, die durch alle Boyleanische Predigten und Beweise„für die christliche Religion nur desto mehr überlzand ge-„nommen. Einreichen, daß diejenigen Dinge, welche„einer Offenbarung am meisten förderlich seyn sollten,„wenn sie mit gegründetem Glauben und Ueberzeugung„soll gepflanzet werden, dieselbe nur in sich wankend und„schwach machen: Ein Zeichen, daß sie zwar viele„Menschen durch Gewalt und Unwissenheit zum blinden„Gehorsam des Glaubens bringen kann; aber alsdenn„auch von einer gegründeten Ueberführung am weitesten„entfernet sey.
§§. »fasset uns demnach noch untersuchen, was zu ei-gner gegründeten Ueberführung von einer Offenbarung„gehöre; um zu sehen, ob viele oder wenige in der Chris„stenheit selbst dieselbe haben, oder haben können. Erst-lich ist unstreitig, daß die Schrift, in der Schrift selbst,„als ein solcher Weg zu einem gegründeten Glauben an-gewiesen werde, und daß man dieselbe mit Ueberlegung„und Verstand lesen solle. Forschet in der Schrift, heißt„es, denn ihr meynet, daß ihr das ewige Leben darinn„habet, und sie ist es, die von mir zeuget. Und PaUj.„lus sagt, weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt,„so kann dich dieselbe unterrichten zur Seligkeit. ZesuS„und die Apostel verweisen also die Menschen nicht auf„einen Catechismum, sondern auf die Schrift: sie hcissen,,sie mit eigenen Augen darinn sehen und forschen; nicht
„aber