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„aber andere für sich denkn, und sehen lassen. Die Rede,,ist auch nicht von den Jüngern, in so fern sie Lehrer ab->„geben sollten, sondern in so fern sie für sich das ewige».Leben darum finden, und zur Seligkeit sollten unterrich-tet werden; welches allen Menschen zukommt. Dieses„nun vorausgesetzt: so folget erstlich, daß die Bibel oder„das Buch, worinn die Offenbarung enthalten ist, in ei,„ner jeden Sprache übersetzt vorhanden seyn muß, und„zwar so hausig, und für so wohlfeilen Preis, daß sie„ein jeder zu seinem Gebrauche anschaffen kann. Es fol-„get ferner, daß ein jeder Menfch die gedruckte Schrift„muß fertig lesen, und aus dem gelesenen einen Verstand„heraus bringen können. Ja wenn hin und wieder eine„schwere Stelle unterlauft, worauf was ankommt, so„müssen sie geschickt seyn, sich durch dieErklarungs-Kunst„und alle die Hülfsmittel derselben, nemlich Sprachen,„Alterthümer, Historie und Wissenschaften zu helfen.„Man weiß ja, wie in der Schrift selbst die Oerter am„meisten den Streitigkeiten unterworfen sind, worauf die„Glaubens-Articul gebauet werden, als, von der Drey,„einigkeit Gottes, von der Gottheit Jesu, von den Ver-„heissungen des Messias, von der Gnaden-Wahl, von„der Rechtfertigung, von der Taufe, vom Abendmahl,„von dem Ansehen der Kirche, u. s. w. Man weiß, daß„gar viele und mancherley Systemata aus der verschiede-„nen Auslegung dieser Oerter geflossen sind. Wenn nun„die Menschen nicht fähig sind, den wahren Sinn dersel-ben einzusehen, sondern darinn andere für sich ratheu las-„sen: so ist ihr Glaube blind, unqegründet, und dependi-„ret von einem Zufalle: sie wissen nicht, ob sie den Sinn
„der