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„zutrauen mögte, zu Urhebern habe, oder ihnen nur un-„tergeschoben sey: und ob man mit dem Buche auch in„so langer Zeit allemal ehrlich und vorsichtig genug um-„gegangen; oder ob e6 auch hin und wieder verfälscht„oder verstümmelt sey. Denn gewiß keine Art Schrif-ten sind der Nachstellung der Betrüger, und Gefahr der„Verfälschung mehr unterworfen, als solche, die den Ruf„einer Weissagung, Offenbarung und Göttlichkeit vor sich„haben: kein Volk hat sich in der Kunst, ganze Schrif-ten unter dem Namen prophetischer Männer zu schmie-„den, dreister gewiesen, als das Jüdische: keine Secte„ist wegen der srauclum pi-n-um in Unterschiebung der,,Schriften so berühmt, als die Christliche. Wir haben„keine Offenbarung davon, in welchen und wie vielen„Büchern die Offenbarung enthalten sey? wenn und von„wem ein jedes geschrieben? ob der Schreiber von dem,'heiligen Geiste getrieben sey? ob diejenigen, welche das„zuerst von den Verfassern geglaubt, richtig gcurtheilet,„oder sich betrogen haben? Es läßt sich von den meisten„Büchern altes Testaments augenscheinlich zeigen, daß„sie so alt nicht seyn können, als sie ausgegeben werden,„noch von denen geschrieben seyn können, die man gemei-niglich für die Verfasser halt. Moses kann nicht Ver-fasser von den fünf ersten Büchern des alten Testaments„seyn, so wie wir sie jetzt haben: und was denn auch„Mosis Gesetz vorzeiten geheißen haben mag, das war„vor der Babylonischen Gefängniß fast in keines Han-„den. Die Samariter wollten hernach von keinem an-„dern Buche, als diesem allein, wissen: alle übrige pro-phetische Bücher kannten sie nicht, und nahmen sie nicht
an.