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„sen desselben in den gottloser Weise geändert?
»,Zch führe dieses alles jczt nicht cm, in der Absicht, sol^„chcs an diesem Orte, als wahr, zu erweisen; sondern„ich will nur damit zeigen, was von Aller? her bey den,,Büchern und Grund - Terte der Schrift in Streit gczo-„genüst, und billig von einem jeden Menschen, ehe er„sich ein Buch als baare Offenbarung in die Hände stek-„ken lässet, müßte untersuchet und geprüfet werden.„Denn daß man in neueren Zeiten fast durchgehendS zu,,dieser oder jener Meynung getreten ist, oder diese Strei-tigkeiten gar schlafen lässt, das machet die Sache nicht„gewisser: und entbindet keinen vernünftigen Menschen„von der Pflicht einer so wichtigen Untersuchung. Der„veste ungezweifelte Beyfall und Zuversicht der Neuern,„daß es mit allen Büchern und üblichen Lesarten der„Schrift seine vollkommene Richtigkeit habe, ist auf„nichts gegründet, als auf die blinde und faule Leicht-gläubigkeit der Vorfahren. Je näher man zu den älte-,,ren Zeiten hinauf steiget, da man doch noch etwa bessere„Urkunden und Beweisthümcr hätte haben mögen: desto„mehr Streit, Ungewißheit und Zweifel ist wegen der.„Bücher des neuen Testaments. Ist denn nun nicht zum„gegründeten Glauben, der aus diesen Büchern entstehen„soll, nöthig, daß einer alle die Alten und ihre Nachrich-ten von denen Büchern und Personen durchlcse, daß er„die Crilik, Sprachen uud Historie der Zeiten, Ge-wohnheiten und Meynungen inne habe, viele Schärfe„des Verstandes besitze, und seine Vernunft im Nachden-ken wohl geübct habe? Eins von beyden muß nohtwen-„dig seyn; entweder wir müssen die offenbarte Religion,
worin»