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„rer Weiber, von Jacobs Betrug und List, von Josephs„Kornjudercy und Unterdrückung der Unterthanen, von„Mosis Stehlen, Rauben und Morden, und so weiter„lesen, daß ihnen alles das nicht mehr anstößig und ar-, gerlich dünkr; und hergcgen macht die in der Jugendgefaßte Meynung, Gott spreche in der Bibel mit den,,Menschen, daß sie schon zum voraus mit Hochachtung,„Ehrfurcht, Bewunderung, und mit Vorsatz auf das„göttliche 'Acht zu geben, zur Lesung oder Anhörung der„Bibel schreiten, und alsdenn bald hie bald dadurch bes„wegt werden, und also das Zeugniß des Geistes von„der Göttlichkeit der Schrift bey sich zu spüren vermey-„nen. Fraget doch aber einen Türken, ob ihm bey Lesung,.seines Alkorans nicht eben so zu Muthe sey, und ob er„nicht von heiliger Andacht und Bewunderung über die„göttliche Schreiban, so gerühret werde, daß er glaubt,„es sey nicht möglich, wenn auch alle Engel zusammen„kamen, ein dergleichen schönes Buch zu verfertigen»„Das macht, er kömmt zu seinem Alkoran eben so vorbe-reitet, wie der Christ zur Bibel. Ich bin aber versi-„chert, wenn ein Mensch weder ein noch anderes Buch„von Zugend auf gelesen halte, wäre aber doch vernünf-„tig erzogen, uud käme denn mit gesetzten und geübten„Gemüths-Kräften, und ohne Vorurtheil, ja ohne ein-„mal zu wissen, was die Bibel für ein Buch sey, über„die Bibel: so würde er sie nicht nur ohne Bewegung„lesen; sondern bald für einen Noman, und Sammlung„der alten sgbuiaris riillvriae, bald für eine Geschichte„der Thorheit und Bosheit der Besten unter dem jüdi-schen Volke: bald für unverstandliche Enthusiasterey
„oder