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^,Eifer fortgepflanzet seyn? Sollich denn meinen Glau-„ben und Zuversicht ausbeute ankommen lassen, die vor„siebenzehn hundert Jahren gelebt haben, und die ich sel-ber nicht kenne, noch weiß, wer sie gewesen sind, viel-„weniger von ihrer Ehrlichkeit und Vorsicht versichert„bin? Jedoch, es ist auch so richtig nicht mit der lieben„Kirche, falls wir einen Blick in die Geschichte thun.„Die jüdischen Schreiber haben anfangs in ihrem Volke„wenig Glauben gefunden, und die Schriften des neuen„Testaments sind nicht nur von Auswärtigen, sondern„auch von Einheimischen sehr angefochten, und ihnen an-„dcre Schriften entgegen gefetzt worden. Wir müssen„ein Kennzeichen der Offenbarung haben, dadurch wirselbst, ohne andern blindlings zu trauen, mit eigener„Einsicht, zu allen Zeiten, fähig sind zu urtheilen, ob„etwas eine wahre Offenbarung sey oder nicht. Dem-„nach bleibt uns nichts übrig, wenn wir auf den Grund„gehen wollen, als daß wir theils die Schreiber selbst,„theils den Znnhalt ihrer Schriften untersuchen. Von»,den Schreibern kennen wir zwar nicht alle, aber boch et-„liche aus ihrer eigenen Erzählung, wer sie gewesen und„was sie verrichtet haben: wir sehen ihre Absicht aus„den Schriften, wir bemerken ihre Schreib^ Art, wir„erkennet, die Ordnung" ihrer Gedanken. Der Inhalt„ist entweder historisch, oder laust in Wissenschaften hin-sein, oder bestehet in Lehren, die über unsern Verstand„sind. Historische Dinge müssen nach den Regeln einerz,glaubwürdigen Geschichte beurtheilet werden. Was zu,,Wisscnfchaften gehöret, muß der Vernunft gemäß seyn,.„oder sich aus deutlichen Begriffen und unleugbarenA a „Grund-