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„sie wirklich so, vor der geschehenen Sache, niedergeschrie-ben und bekannt gemacht sind, oder ob sie nur nach der„Begebenheit aufgezeichnet, oder in so klaren Worten„verfasset sey? ob die klar vorher aufgezeichneten Weis-sagungen eingetroffen oder nicht? und wenn jenes ge-schehen, ob das zukünftige nicht durch menschlichen Ver-„stand vorauszusehen gewesen? ob es nicht von ohnge-«sehr eingetroffen? ob die Weissagung nicht vielleicht ge-„macht, daß dasjenige sich zugetragen, was vorhergesagt„worden? ob nicht solche eingerroffene Wahrsagungen,„und zwar durch die Feder eines spätern Schriftstellers„noch verbessert, allein aufbehalten sind, die fehlgeschlage-„nen aber verschwiegen worden? und was dergleichen,,mehr ist. Bey den Wundern hat man zu beobachten,„ob sie von den Gegenwartigen ohne Widerspruch für„Wunder gehalten sind? ob dieselben das Geschick ge-„habt, das natürliche und die Kunstgriffe von überna-„türlichen Wirkungen zu unterscheiden? ob die Wunder„so erzählet sind, daß man aus der Erzählung slbst ein„geübtes Urtheil des Schreibers, und die Merkmale,„daß es ein Wunder, und nichts natürliches, oder Be-itrug, gewesen, schliesscn kann? ob die Wunder selbst so„beschaffen sind, daß die Umstände mit einander überein-„stimmen, oder sich widersprechen? ob sie der Art sind,,,daß sie nicht allein Gottes Macht, sondern auch seine„Weisheit und Güte beweisen, oder ob sie vielmehr die-„sen Vollkommenheiten Gottes entgegen laufen, und blos„die Ordnung und den Lauf der Natur stören und ans„der Welt einen Traum machen? leßlich ist sehr darauf„zu sehen, was sie für einen Zweck gehabt, und wasAa 2 „denn