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„der hundertste Tbeil welcher weiter kömmt, als„bis zu eimm Köhler-Glauben. Unter denen, die ein„wenig mehr Gelegenheit und Begriffe haben, die Bibel„zu lesen und zu verstehen, können dennoch sehr wenige„das Lehrgebäude der Schrift aus hundert versteckten„Oertern durch eigene Einsicht heraussuchen: und daher,,sinv hundert gegen einen, die nicht weiter kommen, als„bis zum Catechismus -Glauben: sie halten, daß dieß„die scligmachende Lehre sey, bloß, weil es ihr von Zu-„gend auf erUrncter CatechismuS sagt. Lasset sie denn„endlich auch Gelehrte und Goltcsgclehrte seyn, so kom-„men doch wenige so weit, daß sie alle Urkunden, Kir-„cheugeschichte, Alterthümer, Sprachen und Wissenschaf-„len in so hohem Grade besitzen, daß sie, vermittelst der„Criük und Anwendung der gesunden Vernunft, von der„Bücher unverfälschten Bewahrung, von den wahren Ur-„hebern derselben, von der Wahrheit der Geschichte, von„der Göttlichkeit der ^ffenbarnng, sollten genngsame„Prüfung anstellen können, die bis zu einer zuverlässigen„Ueberführnng käme. Demnach habe ich nichts zu viel„gesagt, daß eineOffenbarung, die einem Volke imWin-„kel des Erdbodens und in demselben Volke nur wenigen„Personen, nur zu gewisser Zeit, und zwar durch Gesich -„rc und Traume geschehen ist, kaum unter einer Million„des menschlichen Geschlechts, bey einem einen übcrsührli-„chen Glauben wirken könne, bey allen den andern Men-schen aber unmöglich ein Mittel zur Seligkeit werden„könne. Es mag nun einer so viel davon abdingen, alö„er will, er mag nach Gefallen gar keine solche Gewiß-heit zu einem seligmachendcn Glauben erfordern, son-Aach „dern