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„dern es bey dem CatechisinuS^ und Köhler-Glauben be-„wenden lassen; so erhellet doch auch aus diesem Gegen-,,saßc, daß eine Offenbarung nimmer allgemein werden„kann, weil nach solchem Catechismus-Glauben, ohne„genügsame Fähigkeit der Untersuchung, ein jeder, (wie„es auch die Erfahrung giebt) bey seiner väterlichen Nc -,,ligion, das ist, Jude, Türke, Heyde bleiben wird, und,,bleiben muß, und also durch Uebcrführung und Unter-„suchung zu keiner neuen Lehre der Offenbarung gebracht„werden kann. Man nehme demnach an, was man will:„einen Glauben an die Offenbarung, der sich auf zurei-„chende Untersuchung und Ucberführung gründet, oder„der bloß mit dem, was Aeltern und Lehrer, was Cate-„chismus und Bibel sagen, zufrieden ist: so ist in bey-„den Fällen klar, daß eine Offenbarung, welche alle und,,jede Menschen ohne Entschuldigung annehmen könnten„und mußten, eine schlechterdings unmögliche Sache sey.„Da nun Gott nach seiner Weisheit und Güte, wenn er„alle Menschen selig haben will, dasjenige nicht zum„nothwendigen und einzigen Mittel der Seligkeit machen„kann, welches denen allermeisten schlechterdings unmög-lich fällt, zu bekommen, anzunehmen und zu gebrauchen!„so muß gewiß die Offenbarung nicht nothig, und der,,Mensch für keine Offenbarung gemacht seyn. Es bleibt„der einzige W^'g, dadurch etwas allgemein werden kann,„die Sprache und das Buch der Natur, die Geschöpfe„Gottes, und die Spuren der göttlichen Vollkommenheit„tcn, welche darum als in einen, Spiegel allen Menschen,„so gelehrten als ungelehrten, so Barbaren als Griechen?„Juden und Christen, aller Orten und zu allen Zeiten,
„sich