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„funden, worinn der Grund seines Bewei'es liege. Ich„rede von solchem Beweise, dabey man einem vernünsti-„gen, gelehrten und ehrlichem Manne zutrauen kann, daß„er ihn im Ernste meyne: und ich fürchte, daß diese Art„Mvsen zu rechtfertigen nirgend Beyfall finden, und den„Herrn Warbnrton selbst verdachtig machen werde. Ich„kann es nicht anders als einen Widerspruch ansehen, daß„einer das verheelet, was er offenbaren will. Setze ich„nun, vaß Moses oder die folgenden Schreiber eine fe-rtigmachende Religion hat offenbaren wollen: fo setze ich„zugleich, daß sie eine Religion offenbaren wol'en, welche„die Menschen in Absicht uud Hoffnung der Seligkeit an-„nehmen und ausüben sollten; damit sie nemlich daraus„die Bewegungs -Gründe der liebe und des Verlangens„zu Gott, des Vertrauens auf denselben, des Gehorsams„g gen ihn, der Geduld und Sündhaftigkeit in aller„Trübsal und überhaupt aller Tugenden und Pflichten„nehmen könnten. Da mm eine solche Religion sich auf„das Erkenntniß der Seligkeit, als ihre Haupt-Absicht,„und auf die daraus genommenen Bewegungs - Gründe,,stüßet: so ist es ein W-derspruch, eine seligmachende,,R>'ligion offenbare!, wollen, und doch das Erkenntniß„von der Seligkeit mit Fleiß verschweigen und verheelen.„Das wäre eben so beschaffen, als wenn Moses die Zs-„raeliten hatte bereden wollen, mit ihm ins gelobte Land„zuziehen, um das einzunehmen, und hätte ihnen doch„nicht gesagt, daß ein solches Land in der Welt sey, noch„daß ihnen Gort solches verheisfen.
M. ..Allein, wenn wir auch den Aveck, eine seligma-„chende Religion zu offenbaren, bey Moft und den übn-
..geil