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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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gen gleich nicht setzen: so würde sie doch noch andereUrsachen genug gehabt haben, ihren Israeliten von derSeelen Unsterblichkeit und Seligkeit was vorzusagen,und ihnen diese Hoffnung anzudringen. Ich habe imvorigen Capitel gczeiget, daß die Absicht der Priesterund Propheten in ihren Büchern nicht weiter gegangen,als nur die Israeliten von dem Dienste anderer Götterzu ihrem i,evitischen Diensie des Gottes Zehovah zubringen, davon sie so große Vortheile hatten, und daßsie doch hieran die ganze Zeit über vor der Babyloni-schen Gefängniß, durch alle ihre Geschichte und Weisst^gungen, durch alle Thaten und Wunder, durch allesVerheissen und Drohen, vergeblich gearbeitet haben»Nun versprechen sie ihnen alles, was auf der Welt an-genehm seyn mag, und drohen mit allem, was in diesemL.cben fürchterlich und erschrecklich seyn kann. Der Be-wcgungs Grund ist also bloß von leiblichen Strafenund Belohnungen dieseö Gebens hergenommen: und ebenderselbe wird auch allein den Erz Vätern beygelegt. Ja-kob foderr nichts mehr von Gott, als Brodr zn essen,und Kleider anzuziehen: so soll Jehovah sein Gottseyn, und sodann will er ihm ein Haus bauen, und ihmden Zehenden geben von allem Vermögen: welches mangewiß einen sehr niederträchtigen und knechtischen Got-tesdienst heissen mag. Moses legt den Israeliten kei-nen andern Bewegungs - Grund vor, Gott zu dienen.Dem Jehovah, eurem Horc söllr ihr dienen:so rvird er dein Brodr und dein Q7ajser segnen,und icb nnl! alle Arar-iHeir au, deinem Mirrelhinweg rhun: es «?ird keme Mißgebährcnde

noch