„haben als weise und verständig vorstellen müssen, daß„sie lauter himmlische und ewige Dinge bedeuteten? Soll-„te er vom Anfange bis zu Ende in seinem Gesetze nicht„einmal einen Wink von dieser wichtigen Sache geben?„Wir können es doch aus heydnischen Schreibern deutlich„sehen, ob sie gleich sonst mit ihren Mysteriis sehr geheim„waren: warum nicht aus Mose , da er uns was offen-„baren sollte? So verhalt es sich auch mit David. Der„preiset den Levitischcn Gottesdienst wegen seiner Scbön-„heit, und freuet sich, daß er soll den schönen Gottesdienst„besuchen, und im Hause des Herrn immerdar wandeln.„Nun ist wahr, daß David dem Gottesdienste so fern„einen äußerlichen Wohlstand und Ordnung gegeben, als„er Musik und Lieder dabey eingeführet. Aber das aller-„meiste bey dem Gottesdienste war doch der gesunden„Vernunft und den Sinnen zuwider. Denn worinn be-fand das schöne des Gottesdienstes? Sollte Gott Fleisch „von Rindern und Schafen essen, oder von deren Blute„trinken, oder den lieblichen Geruch von dem verbrannten„Fette riechen in seiner Nasen? das ist der Vollkommen-„hut Gottes unanständig. Menschen konnte das meiste„äußerliche auch nicht schöner dünken: daß da Rinder„und Kälber blökten, Schafe und Iiegen mäckerten, Tur-teltauben girreten: daß da eine Schlacht- und Fleisch--„Bank war, alles mit Blut, Fett und Unflat aus den„Gedärmen besudelt, und durch eben den Unflat und das„Verbrennen des Fettes mit Gestank und Sckmauch er-füllet ward: daß dort einer sich durch einen Zsop-Bü-„schel mit Wasser und Asche besprühen, dort ein anderer„sich den Ohrlappen und Daumen der rechten Hand und
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