„seines Lebens an? wie oft muß nicht auch sein S'aa-„me nach Brodt gehen? wie oft stirbt der Gottlose in,,allem Wohlleben, und hinterlaßt eine glückliche Fami-,,lie? Die rechte Antwort hierauf wäre ja wol gewesen,„daß dieses Leben nur kurz sey, und nur einen Auftritt der„menschlichen Begebenheiten ausmache; daß hergegcn„„och ein anderer Austritt mit einem andern Leben erfol-„gc, worinn sich dieser widrige Schein auflösen werde;„darum Gott den Frommen werde Recht und Gnade„widerfahren lassen, und hergegcn die Gottlosen M„Strafe ziehen. Ist c6 nun wohl möglich, daß einer„einen schweren Zweifel in der Religion aufbringet, und„stark macht, und dennoch seine Leser lieber in Zweifel„oder im Irrthum lasset, wo er die rechte Antwort weiß,„und den Zweck hat, die Religion zu lehren und zu be-festigen?
§Z. „Wir finden in der Schrift zum öfter» Sterben-„de redend aufgeführet, welche für fromme Männer Got-„tes gehalten worden, oder Propheten, welche zu den„Sterbenden vor ihrer Todes-Stunde gesandt find. Da„wäre es dock einmal Zeit, nun die vergänglichen Güter„dieser Welt vorbey find, und das übcrstandene Leben so„wenig wiederkommt, als Hoffnung gegeben wird vom„Tode wieder aufzustehen, und ein neues Leben wieder„anzufangen: Dawäre es, sageich, einmal Zeit, daß„fromme Manner ihre Augen auf das zukünftige und,,ewige richteten, daß fi> sich mit der Hoffnung eines an-„dern Lebens ausninnterten, oder sich nur mit einem„Worte merken liessen, daß sie daran gedachten: daß„Priester und Propheten die Sterbenden zu den himmli-
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