( 4" )
„her bey solchen Redens-Arten im geringsten nicht auf„eine Seele, Hie vom Leibe unterschieden ist, oder vom„Leibe abzusondern wäre, sondern sie denken überhaupt„auf die Person. Daher Simson spricht: meine Seele„sterbe mir den Philistern, das ist, ich rvill mit„den Philistern zugleich sterben. So war auch„Bileam nicht gedungen, den Zsraelitcn ein Seelen -„oder geistliches Uebel, sondern leibliches Uebel anzuwün-„schcn. Da sich nun der Fluch bey ihm in Segen ver-mehret , so haben wir auch unter diesen Worten einen„leiblichen Segen zu verstehen. Denn einen geistlichen„Segen, einen seligen Tod, hätte der Moabiter den„Israeliten vielleicht nicht mißgönnet: lit 6iuus, mocio„non viuus. Der Gerechten Segen aber ist nach dem„Begriffe der Hebräer, daß sie alt und Lebens satt wer-„den, im Friede und gutem Alter sterben: dagegen der„Gottlosen Fluch ist, daß sie nicht lange leben und ihr„Leben nicht zur Hälfte bringen. Dieß hohe und geruhi-„ge Alter der gerechten Israclitcn hängt zusammen mit„ihrem vorhergehenden Segen, daß sie sich Vermehrelen„wie der Staub, den man nicht zahlen kann: indem aus„dem langen Leben die starke Vermehrung fliestet, uud„beydes sich die Hebräer selbst gerne anzuwünschcn pfleg-ten. Daher auch Moses ihnen die Verhcissung giebt:„Es N>ird reine Mtßgebährende noch Unfruchr-„bare si>'N in deinem l!.ande, und ich roill die„Zayl d-incr Tage erfüllen. Indem aber Bileam „diesen Wmifch von den Zsraeliten zugleich auf sich -j^„het, wird er als ein Prophcte aufgeführet, als ob er in„der Offenbarung vorher gesehen, daß er nicht so ruhigDd 4 „und