„und alt, sondern vor der Zeit gewaltsam sterben wurde.„Denn die folgende Geschichte giebt, daß er nachmals„im Kriege wider die Midianiter mit dem Schwerdte„erwürget sey.
„Nach Vileams Zeiten will sich lange kein Spruch„finden lassen, der nur irgend auf der Seelen Unsterb--„lichkeit zu ziehen sey, bis man zu Davids Schriften„kömmt, woraus unterschiedliche pflegen angeführet zu„werden. Es heißt erstlich, wenigstens nach vielen auch„alten Uebcrsetz'mgcn im XVI. Psalm: Du rvirst„Meine Seele nicht »n der Hölle lassen, noch zu-„geben, daß dem Heiliger vervo^e. Allein diese„Uebersetzung ist ungetreu, da sie ohne Noth von den„Worten des Grund-Textes abgehet, und dadurch den„Verstand verkehret. Es Heisset eigentlich: Du nurst„Meine Seele (d. i. mich ) nicht verlassen bis zum„Grabe: du rvirst nichr zugeben: daß dein Hei-liger die Grube sehe. Da verstehet aber ein jeder,„daß David nichts anders sagen will, als er hoffe, Gott „werde ihn nicht sterben oder umkommen lassen: wie er„denn auch vorher sagt, er werde nicht umgestoßen, ( oder„Vom Thron gestoßen ) werden: sein Fleisch werde sicher„wohnen, nemlich in dem Erbthcile, darum ihm das„Loos gefallen: und hernach, daß Gott ihm den Weg„des tebens, d. i., eines langen und glücklichen Gebens,„kund thue.
„An einem andern Orte spricht David: Ich null„(oder, werde) dein Angesicht schauen in Gerech-tigkeit, n?enn ich errvache, null ( oder, werde)
»ich