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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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gleich darauf: denn ick «?c>llre gern hingehet» mitdem Haufen, und mir ihnen wallen zum HaustGorree mir Zreudcn-Gesang und Danken, un-rer dem Haufen der Hörenden. In einem andernPsalm spricht er eben davon: Lasier uns vor sein,,2lngcsickr kommen mir Danksagung, lasier unsihm jauchzen mir Psalmen. Und weiter: dicnerdem Herrn mir Freuden, kommrvor fein Ange-,,s!chr nur frölichem Gesang geher zu seinenThoren ein mir Danksagung, zu seinen Vorho-fen Mir Loden. In diesem Psalm nun setzt er sichden gottlosen Weltlevten, die alles voll auf haben, ent-gegen, und spricht, daß er sich an Gott und seinemDienste halten wolle: Ick will dein Angesichtschauen in Gerechtigkeit, ich will in dem HauseGotteS vor derBnndeölade erscheinen in Unschuld, undwenn tck erv?ackc, des Morgens früh, so oft icherwache, will ick mich sätttgen an deinem Bilde,w:ll ich mich daran vergnügen, daß ich das Bild dci-ner Gnaden-Gegenwart daselbst bey dem Morgen-Op-fer erblicke. Denn frühe pflegte David zu beten, undzu dem Ende in das Haus Gottes zu gehen. Es istalso eben das, was David in einem andern Psalm sagt:wenn Gott nur das Licht seines Antlitzes über ihn er-hebet, so sey er fröhlicher, als jene, die viel Korn undMost haben, und bezeuget, wie er früh zu Gott betenwolle und in sein Haus gehen in seiner Furcht.

,.Im Xl-IX. Psalm lasset sich David vernehmen:Gorrwird mich (eigentlich, meine Seele) erlösenvon dem Grabe (eigentlich von der Hand des Gra-bes),