„sich ungereimt scheinen mögten, und zu dem Zweck dcs-„ftn, was die Propheten lehren wollen, gar nicht gehö«„ren, sondern bloß das Gegenbild oder die Deutung.„So ist es denn auch hier in dem Gesichte Ezechiels mit„dem Vorbilde beschaffen: die Absicht ist gar nicht eine„Auferstehung der Todten zu lehren, oder davon, als„von einer Wahrheit, die vorausgesetzt wird, einen„Schluß und Deutung zu nehmen: sondern diese Bele-bung der Todren-Gebeine ist bloß eine Mahlerey der„Einbildungs-Kraft, ein erdichtetes Sinnbild, welches„weiter keinen Grund hat, als in so ferne darunter die„Wiederaufrichtung des Israelitischen Volkes vorgestellet„ward. Wenn wir aber anch annehmen wollten, daß in„Ezechiels Gesichte eine Wahrheit zum Vorbilde den an-„dern gesetzt würde: so würde doch, wie ich schon ange-zeigt, nichts mehr in dem Vorbilde stecken, als daß,,cs Gott möglich sey, wenn er Wunder thun wolle, die„Gebeine der verstorbenen Israeliten wieder aufs neue zu„beleben: welches nichts von einer allgemeinen Auferste-hung aller Menschen, die würklich geschehen soll, in sich„fasset, und eben fo wenig bewciftt, daß es eine und die-„selbe für sich lebende und forldanrende Seele sey, welche„in der neuen Belebung den Körpern wieder zugesellet„wird: als wenig es in dem Gegenbilde die Meynung„ist, daß eben dieselben einzelnen Israeliten, welche ins„Unglück gcrahten,und zum Theil langst in ihrem Elen-,,de verstorben waren, wieder sollten glücklich gemacht„werden: sondern nur das Volk oder die ganze Nation,„ob gleich auS ganz andern Personen bestehend.
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