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„Zusätze zu machen, oder von deren buchstäblichem Ver-bände abzuweichen. ES wird durchgehends erkannt, daß,,die drey Secten der Juden von den heidnischen Welt-„weisen viele Meynungen und Gebrauche angenommen,„und dieselben mit der Gottesgclahrtheit ihrer eigenen„Vorfahren vermischet haben. Die Pharisäer und Essaer„nun behaupteten die Unsterblichkeit der Seelen und ein„zukünftiges j.rben; gleichwie dieSadducäer solches leug-„neten. Jene hatten vieles von den Stoikern und Py-„thagoräern, diefe von des Epieurus Schule geborget»„Allein das war der Unterschied zwischen beiden, daß diese„zu einem Grundsätze machten, nichts anzunehmen, was„nicht der buchstabliche Sinn Mosis und der Propheten„in sich hielte; jene hingegen allerley fremde Ausatze„machten und annahmen, und sich daher nicht anders zu„helfen wußten, als daß sie zur Behauptung ihrer Säße„aus Mose und den Propheten eine kün>lliche, allegori-sche Erklärung gebrauchten, wodurch sie Dinge, woran„diese Schreiber nimmer gedacht, aus ihren Worten zn„erzwingen wußten. Die Sadvueaer würden demnach„Epicuri Meynung von der Vergänglichkeit der Seelen„nimmer angenommen und öffentlich gelehret und ver-„theidiget haben, wenn sie nicht Mosi uno den Prophe-ten nach dem buchstablichen Verstände gemäß gewesen„wäre. So konnten sie sich auch bey deu Juden völlig„rechtfertigen, daß sie nichts lehreten, als was in Mose „und den Propheten enthalten sey. Denn man hatte sich„sonst billig zu wundern, daß diese an sich gegen alle Re-ligion laufende gefährliche Sätze der Sadducäer, unter„den damaligen Juden, als Elferern des Gesetzes, öffent-lich