-------- ( 434 ) >
„gen sey, lehret uns auch die Unterredung Jesu mit den„Sadducaern über diese Materie» Denn da Jesus es„mir Leuten zu thun hatte, welche nichts gelten liessen,,,als was der buchstabliche Verstand an den Tag legte,„so würde er sich ausser Zweifel auf einen solchen Ort al-„tes Testaments bezogen haben, wenn er irgend wäre zu„finden gewesen. So aber bringt Jesus keinen Ort der„Schrift hervor, wo die Sache ausdrücklich gesagt wird,„sondern nur einen Spruch, woraus es soll geschlossen„werden, und zwar nicht eher kann geschlossen werden,„als wenn man erst den buchstablichen Verstand verlaßt.„Es ist der Ort, da Gott sagt: ich bin der Gorr A-„brahams, Ijaacö und Jacobs, woraus Jesus fol-„gert: Gorr aber ist nichr ein Gorr der Codrcn,„Indern der^ebendigen: und will damit den Schluß„in die Gedanken bringen, also leben Abraham, Jfaac„und Jacob. Da sie aber dem Leibe nach nicht leben, so„folget, daß sie der Seele nach bey Gott leben. Allein„der buchstabliche Verstand des Ortes ist ohnstreitig die-„ser: Ich bin der Gott, welchen eure Vater, Abrahmn,„Jsaac und Jacob verehret haben. Denn so heißt der„Gott Nahvrs , den Nahor anbetete: so heißt Camos„ein Gott des Ammonilischen Königes, das ist, den der-selbe für einen Gott erkannte und dem er diente: die„Götter der Heiden heissen, welche nach der Meynung„der Heiden Götter sind, und von ihnen als solche ange-betet werden. Jacob sagt: wirst du mir Kleider und„Schuh, Essen und Trinken geben, so sollt du mein Gott„seyn, das ist, wie folget, ich will dich als Gott vereh-ren, dir ein Haus bauen, opfern, und den Sehenden
„geben.