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„ten sie solch Vorgeben der Apostel auf ihr Wort nicht,,glauben: denn es war eine ganz außerordentliche über«„natürliche Sache, daß einer vom Tode sollte aufgestan-den seyn, welche sich so schlechthin nicht annehmen ließe,„vornemlich da es die Anhänger Jesu allein sagten, und„sonst niemand, der es gesehn Härte, genannt wurde: zu„geschweige», daß viele der Raths-Herren Saddueaer„waren, welche die Auferstehung eer Todten an sich für„unmöglich und in der Schrift nicht gegründet hielten.„Betrachtet man aber die Raths - Herren als Riebrer, so„mußten sie auch nach ihrem Amte dem bloßen Borge«„ben der Apostel nicht trauen, weil diese in ihrer eigenen„Sache zeugeren, und zwar mr Einführung einer neuen„Religion, und zur Umstürzung der bisher eingeführten,„über welche diese Richter nach Amts - Pflicht wachen„sollten. Sie konnten und mußten den Aposteln auf ihr„eigenes Zeugniß nicht Recht geoen, weil die Pharisäer,„so das etwa am ersten für glaublich erklaret harren, so«„gleich von ihren Beysitzern, den Saddueaern, für par-teyische Richter wären gehalten, und dadurch eine„Spaltung im Ge.ichte selbst wäre erregt worden. Der„hellrote iLiei.'i, ans dessen Zeugniß sich die Apostel wei-„ter beriefen, war bloß in ihrem Munde, und zcugete,.ja »ichc außer den Aposteln: konnte daher auch von den„Rich-ern für nichts, als ein leeres Borgebcn der Apo-„stel selbst, und für ihr eigenes Wort angesehen werden.„Warum lassen denn die Apostel solche schlechte und eitele„riccirione!, t/rincirni nicht lieber ganz weg, und bedienen„sich dagegen dieser so vortheilhaftcn Begebenheit, welche„der Richter eigenes Gewissen ihnen glaublich machte,
„und