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^«nd welche nur allein dieselben rühren, überzeugen und„beschämen konnte? Was lasset sich hieraus anders ur-„tbeilen, als: entweder die Geschichte muß nicht wahr„seyn, oder die Apostel wm d. n sie da, wo sie als der cin-„zige kräftige Beweis - Grund überblieb, alle andere aber„nichts verfangen konnreu, nothwendig gebraucher haben.
W. .,D>.ses Urtheil wird noch mehr bestärket, wenn„man belrach-et, wie oft die Apostel und übrigen Zünger„Jesu vor Römischen Gerichten gestanden, und zu stehen„entschlossen waren, und sich doch diese Begebenheit we-„der wirklich zu Nutze gemacht, noch solches zu thun je-„mals gedacht haven. Man hat ja wol in spatern Zei-„ten Briefe des Pilati an den Kaiser Tiberium gelichtet,„worinn diese Erzählung nebst andern enthalten ist; aber„in der That haben sich die Apostel bey den Römern nim-„mer auf des Pilati oder seiner Kriegs-Knechte Zeugniß„berufen, noch sich jemals darum bekümmert, ein solches„mündlich oder schriftlich von Pilato zu erhalten. Wäre„wol was besseres zu der Apostel Zweck, in so fern sie„auch Heiden bekehren wollten, zu erdenken gewesen, als„daß sie fürs erste nach den Namen der Wächter gefor?„schet hätten, um dieselben bey allen Römern namhaft zu„machen, welche man um die Wahrheit dieser Geschichte,,bcfraaen könnte. Denn wenn gleich diese Wächter von,,den Inden Geld bekommen, um die Sache zu verschwei-„gen, oder anders zu erzählen; so würden sie doch bey„ihren j.andesleutcn kein Hehl daraus gemacht haben, die„Wahrheit auf ernstliches Befragen zu gestehen; wo sie„nicht gar von selbst die wunderbare Geschichte bey ihren
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