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„kcn unmöglich Platz. Weiter sagt Maria Magdalena „beym Johanne: Sie haben meinen Herrn wegge-kommen, und wir wissen nicbr, wo sie ihn hin-„geiegr haben. Sie sagt zu Jesu, den sie für den„Gärtner hielt: Herr, hast du chn weggenommen,„so jage mir, wo hast du ihn hingelegt, so will,,ich ^hü holen. Demnach setzt sie ohne Bedenken zum»»Grunde, daß viele Menschen, und insonderheit der„Gärtner des Josephs von Arimathia, in dessen Garten„das Grab war, ungehindert hatten ins Grab kommen„und den Körper wegtragen können. Dieses bestehet„durchaus nicht mit einer Wache, die das Grab und den„Körper hüten sollte, und die, nach Matthäi Berichte,„noch voller Schrecken und halb todt da lag. Es beste-het auch nicht mit einem Engel, welcher vor dem Grabe„soll gesessen, und zu den ankommenden Weibern gesagt„haben: fürcbrer euch nicbr, ihr sucher Jesum von„ZTlazarerh, er ist nicht hier, sondern er ist auf-r-„sianden.
§Z. „Wir erkennen nunmehr ans den: vielfaltigen Wi-dersprüche, daß die Wächter, welche Matthaus vor daS,,Grab gestcllct, keinen Stand halten wollen, und sich„von einem gesunden Verstände nicht einmal gedenken„lassen. Daher diese Hirngespenster, welche den Ven„dacht des Betruges von den Jüngern Jesu abkehren„sollten, denselben vielmehr bestärken. Die Wachter ver-schwinden bey jedem Umstände, und es bleibt allewege,,möglich, und bey aller Betrachtung der Sache höchst„wahrscheinlich, daß die Jünger des Nachts zum Grabe„gekommen, den Körper gestohlen, und darnach gesagt,
Gg 4 „Jesus