,,dc das Gegentheil. Er erzählet, daß zween Junger an„eben demselben Tage, da Maria Magdalena die Aufer-„stehung Jesu erfahren, das ist, an dem ersten Tagesei-„ner Auferstehung nach dem Flecken Emmaus gewandert,».welcher Weg, wie Grotius sagt, nur zwo Stunden, und„etwas darüber kostete. Wie sich nun Jesus auf dem„Wege zu ihnen fügt, und sich ihnen hernach in demFlek-„ken offenbaret, kehren sie in derselben Stunde zurück„nach Jerusalem, und finden die eilfe und andere ver-sammlet : erzählen ihnen, daß sie Jesum auf dem Wege„gesehen, und am Vrodt brechen erkannt hätten. Indem„sie dieses sagten, stellet sich Jesus mitten unter ihneu,„und spricht: Friede sey mit euch; zeiget ihnen seine„Hände und Füße, will von ihnen betastet seyn, und isset„vor ihren Augen gebratene Fische, zeiget ihnen aus der„Schrift, daß Christus mußte nach seinem Leiden aufer-„stehen; Heisset sie Zeugen seiner Auferstehung werden,„und in Jerusalem bleiben, bis sie angethan würden mit„Kraft aus der Höhe, das ist, mit den Gaben des heili-„gen Geistes, der am Pfingst-Feste, oder fünfzig Tage„nach Ostern über sie sollte ausgegossen werden. Und in„der Apostel-Geschichte sagt Lucas noch ausdrücklicher,„Jesus habe ihnen befohlen, nicht von Jerusalem weg zu„gehen, sondern daselbst die Verheissung seines Vaters zu»erwarten, nemlich die Kraft des heiligen Geistes, wel-scher über sie kommen würde. Wenn Jesus nun gleich„am ersten Tage seiner Auferstehung allen eilf Jüngern„besiehlet, bis Pfingsten zu Jerusalem zu bleiben, und„nicht von bannen zu gehen: wie kann er ihnen denn be-fohlen haben, in derselben Zeit nach Galiläa zugehen?
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