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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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wie kann, er versprochen haben, daß sie ihn dort sehensollten? und wie kann er sich ihnen da wirklich auf ei-nem Berge gezeiget haben? j,ucas würde selbst gestehe».»müssen, daß beides zugleich unmöglich angehe. Darumerwähnt er von der ganzen Galiläischen Erscheinung unddem Befehle dazu nicht ein Wort. Weder Jesus noch,,die Engel sagen bey Luca zu der Marien, wie bey denandern Evangelisten: sätt/c me-nen Brüdern, daßsie hinyeben in Kalium, daselbst norden sieMicb si-K--»: sondern er kehret die Rede der Engel so:,^.gedenket daran, vr>ic er eucb säger, da er noch inGaliläa 'wsr Vi-lweniger erzählet lucas, daß dieJünger wirklich aus Jerusalem nach Galiläa gegangen,,,und ihnen da auf einen, Bn-ge oder' am Ufer des Mee-,,res erschienen sey. Sondern es folger bey ihm sogleich,»auf den Befehl, daß sie zu Jerusalem bleiben sollten, daßer seine Jünger von Jerusalem nach -belhanicn geführet,^,sie da gesegnet, und von ihnen gen Himmel gefahren sey.So wie nun Lueas keinen so offenbaren Widerspruchmit sich selbst begehen konnte, daß er bey seinem Verbo-te, nicht aus Jerusalem zu weichen, eine in Galiläa be-stimmte Erscheinung fügen sollte: so haben hingegenauch die andern Evangelisten, welche die Galiläische Er-scheinung als befohlen und geschehen erzählen, keinesBefehls Jesu, zu Ze.usalem zubleiben, gedenken kön-nen. Matthäus erwähnet gar keiner Erscheinung zuJerusalem, sondern bloß der einen in Galiläa auf demBerge, da Jesus seine Zünger beschieden hatte ; und da,,spnchtIesus zu ihnen alsobald: geher hin und lehretalle Völker. Mareus führet zwar an, daß Jesus

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