„mit Sehen und Fühlen, mit Sprechen und Essen, mit„Beweis aus der Schrift, und mit vielen Wundern vor„ihren Augen, ja endlich mtt seiner Himmelfahrt kräfs„tigst von seiner 'Auferstehung überführet hatte: was„brauchte es denn, daß diese krustigst überführte Jünger„zwischen her die weite Reise nach Galilaa thaten, um,,ihn da zu sehen? Hatte etwa Jesus da was nolhwendi-„ges zu verrichten. daß er zur selben Zeit nicht in Zeru«„salem bey ihnen seyn konnte? oder konnte er sich ihnen5,da besser zeigen, als zu Jerusalem, und ihnen was meh-„reres zu ihrer Ueberzeugung sagen? Man setze, was,,man will, so wird keine vernünftige Ursache von dieser,zNeise anzugeben siyn, wenn sie nicht die vorige Erzäh-„lung, und die Eigenschaften, so man Zesu nach seiner„Auferstehung beylegt, aufheben soll.
§§. „Aber in der Galilaischen Erscheinung an sich be-ziehen die Evangelisien, welche sie erzählen , abermals„einen mannigfaltigen Widerspruch. Ich will, um mei-^ne einmal gesetzte Zahl nicht zu überschreiten, alles in„Zweyen Absaßen fassen- Der nennte Widerspruch zwi-„schen Matthao und Zohanne mag denn seyn, daß Ort„und Personen in der Galilaischen Erscheinung durchausuicht übereinkommen, Nach dem Matthao gehen die„eilf Zünger in Galilaam auf einen Berg, dahin Asus„sie beschiedcn hatte; und da sehen sie ihn auch. Mach„dem Zohanne aber fahret Petrus mit sechs andern aufs„Meer TiberiaS, zu st'schen; und wie sie wieder ans Ufer„kommen, stehet Jesus da und fragt, ob sie was zu cssm„hätten. Wie sie es verneinen, Heisset er sie das Netz»»zur Rechten des Schiffes auswerfen: darauf saugen sie
Zi 2 „eine