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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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eine Menge Fische; sie steigen ans, sie finden da (ich^»denke wohl in der Fischer-Hütte am Strande) glüendeKohlen; darauf werden die frischen Fische gebraten, under setzt sich mit ihnen zu Tische und isset. Nun erken-net ein jeder von selbst, daß sieben Personen nicht allecilfe seyn können. Aber auch unter den sieben Personenwaren noch drey Fremde, welche zu den eilfen nicht ge-hörten. Nemlich die sieben beym Johanne waren i) Si»mon PctruS 2) Thomas z) Narhanael von Ca-na aus Galilaa 4 und 5 ) die Söhne Zebedai, Ja-cobus und Johannes, und 6 und 7) noch andere zweenseiner Jünger; von welchen die beiden letztcrn, als nichtso bekannte, und daher ungenannte, nicht aus der Zahlder Apostel waren, wie auch Nathanacl zu den eilfennicht gehörte. Denn diese waren 1) Simon Petrus 2) Andreas, sein Bruder z) ZaeobuS und 4 ) Jo-hannes, die Söhne Zebedai Z) Philippus 6) Bar,nabas 7) Thomas 8) Matthaus, der Zöllner.,,y) Iacobus, Alphei Sohn ic>) Lebbäus , mit demZunahmen Thaddäus, und 11) Simon Canaites. Dan-nenhero stimmen beyde Evangelisten nur in vier Perso-nen, Petro, Thvma und den Söhnen Zebedai überein.Sie widersprechen sich aber, theils, daß nach dem Mat-thäo alle eilf Apostel bey der Erscheinung sind, beymJohanne ihrer acht fehlen; theils, daß Matthäus keineFremde dazu nimmt, Johannes abcr drey andere in die,,Gesellschast ziehet. Man erkennet aber auch leicht, daßder Ort nicht einerley ist bey beiden Evangelisten. Mat-thäus bringt die Zünger auf einen Berg in Galilaa, da,»Zesus zu ihnen kömmt und seine Unterredung halt.

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