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„stimmet, und von den Jüngern an dem Orte erwartet;„sie kennen ihn auch mchrentheils, wie er erscheinet, daß,,er es sey, und fallen vor ihm nieder. Aber beym Jo-„hanne erscheinet Jesus von ohngcfahr, da ihn keiner ver-„muthere: die Jünger waren ans ganz andern Ursachen,„nemlich um des Fischens willen, am User, und hernach,„als sie ihn sahen, wußten sie eS erst nicht, daß es Jesus„war: endlich sagen sie sichs einander ins Ohr: es ist„der Herr: niemand abcr von den Jüngern harre„das Herz, ihn zu fragen: rver bist du? ob sie».gleich rvußren, daß es derHerrv?ar. z) DieReden„endlich, welche Jesus bey dieser Galiläifchen Erscheinung„zu seinen Jüngern soll geführet haben, stimmen in keiner„einzigen Sylbe, bey beyden Evangelisten, mit einander„überein.
§§- „Saget mir vor Gott , Leser, die ihr Gewissen„und Ehrlichkeit habt, könnet ihr dieß Zeugniß in einer„so wichtigen Sache für einstimmig und aufrichtig hal-ben, das sich in Personen, Zeit, Ort, Weise, Absicht,„Reden, Geschichten, so mannigfaltig und offenbar wi-„dersprichr? Zween dieser Evangelisten, nemlich Marcns„und Lucas, haben es nur auS Horsagen, was sie schrei-ben : sie sind keine Apostel gewesen, und verlangen nicht«einmal zu sagen, daß sie Jesum nach seinem Tode selber„mit ihren Augen gesehen hätten. Matthäus und Jo-hannes, die Jesum als Apostel selber wollen gesehen ha-ben, widerlegen sich einander am allermeisten: so, daß,,ich frey sagen mag, es sey fast kein einziger Umstand,„von dem Tode Jesu an bis zu Ende der Geschichte,„darin ihre Erzählung zusammen zu reimen wäre. Und
„doch
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