französischen Republik, in Foix (24. Sept.); 18. Lessing in Frankfurt a. M. (27. Sept.);19. Mazzini in Genua (22. Mai); 20. August Mariette - Bey , Egyptologe inBoulogne-sur-Ncar (16. Juli); 21 O'Connell in Dublin (15. Aug.); 22. Petöfi,ungarischer Dichter, in Pest (15. Oct.); 23. Sir Novland Hill, Reformator des Post-wesens in England (17. Juni); 24. Rabelais in Chinon (2. Juli); 25. Nougetde l'Jsle, der Dichter der Marseillaise, in Choisy le Roi (23. Juli) und in Lons leSaulnier (27. Aug.); 27. Savanarola in Florenz (25. Juni); 27. Oliver deSerres, welcher im 16. Jahrhundert die Seideuindustrie in Frankreich einführte, inAubenas (l. Mai). Daneben wurde noch eine Anzahl Gedenktafeln an den Geburts-häusern :c. hervorragender Männer, sowie verschiedene Grabdenkmäler errichtet. InDeutschland für den Dichter Hammer in Pillnitz bei Dresden (7. Juni), ProfessorRömer in Clausthal (ilb. Juni), für den Dichter Wilhelm Hauff in Stuttgart (7. Juli), den Dichter Ludwig Storch in Nuhla in Thüringen (2. Juli), auf demGrabe des Nordpolfahrers Weyp recht in König im Odenwald, Hessen (11. Aug.), fürStüve, hannover'scher Staatsmann, in Osnabrück , (17. Sept.), Prinz Adalbertvon Preußen in Wilhelmshafen (16. Sept.), auf dem Grabe der Loise Büchnerin Darmstadt (26. Sept.), des Zoologen Ph. F. Siebold in Würzburg (2. Oktober),des Pädagogen und Kinderschriftstellers Diesterweg in Mörs (7. Oct), endlich desArchitekten Lucae in Berlin (19. Dec>).
(Für Autographensammler.) An Paul Lindau wandte sich dieser Tageein Mitglied der Familie Rothschild , welches Autographen sammelt, und bat den be-kannten Bühnenschriftsteller zur Vervollständigung seiner Sammlung um eins von PaulLindau geschriebene Zeile. Dieser schrieb auf ein Blatt:
„Reichthum schändet nicht. Paul Lindau ."
(Philosophie.) Ein englischer Soldat, der zum erstell Mal ein Feuergefechtmitmachte, vollzog plötzlich eine Bewegung nach rückwärts. „Du bist ein elender Feig-ling!" rief ihm einer seiner Gefährten zu. „Möglich erwiderte der Netirirende, „alleinich ziehe es vor, 5 Minuten lang ein Feigling zu sein, als mein ganzes Leben hindurch— ein Leichnam."
(Glückliche Familie.) Die „MecklenburgerZig." veröffentlicht folgende Familisn-nachricht: „Die Verlobung unserer Tochter Luise mit dem Herrn Ludwig Notemann inBerlin beehren wir uns hierdurch anzuzeigen. Schwerin , den 1. Januar 1883. SchleiferH. Conze und Frau. Dat is de Letzt von dat half Dutzend."
(Aus der Weihn nchts woche.) Stoßseufzer eines Hausherrn, der mit Nadelund Zwirn bewaffnet ist: „Meine Frau und meine Töchter haben mit den gesticktenHosenträgern und Pantoffeln so viel zu thun, daß ich mir selber die Hemdknöpf' an-nähen muß." *'
(Entla-stung.) Richter (zu einem Studenten, der wegen nächtlichen Exzesses an-geklagt ist): „Da Sie Jurist sind, ist Ihr Vergehen um so strafbarer!" — Ücuckicwuszum.-: „Dagegen muß ich als mildernden Umstand anführen, daß ich bei meinem letztenExamen durch gefallen bin, man mir also doch nicht Rechtskenntniß vor-werfen kann."
(Triftiger Grund.) „Was ist denn das den ganzen Tag für ein einsamesGepfeife?" — Gefreiter: „Entschuldigen, Herr Lieutenant, die Mannschaft muß für dieMenage Wecke schneiden, dazu muß man pfeifen lassen, sonst fressen sie 8ie Hälftedavon weg."
(Das Lebensglück des Herrn Schnelzle.) Schnelzle (wehmüthig): „Ichhabe auch einmal mein Lebeusglück mit Füßen getreten. Ich konnt' ein Mädchen haben,schön, häuslich, klug, mit 50,000 Thalern. (Mit gesteigertem Pathos:) Sie mochte michaber nicht!"