Ausgabe 
(17.2.1883) 14
 
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Dort drüben ist unser lieber Freudenberg, Agatha! Dort durfte ich Dich wieder-sehen! Nun muß ich für immer fort, aber ein neuer, ewiger Freudenberg wird nacheiner kleinen Weile uns wieder aufnehmen. Dort werden wir dann nicht mehr getrenntwerden!«

Wie im ganzen Waldecker Bezirke die Freude über die einstige Heimkehr des geliebtenRitters eine allgemeine, ungeheuchelte war, so gestaltete sich der Jammer und Schmerzbei seinem Tode zu einer Familientrauer von der Waldecker Burg bis zur fernstenSöldnerhütte, denn Jörg war nicht nur ein edler, tapferer Ritter, sondern auch einBater der Untergebenen, ein frommer Christ.

Das Sterbejahr der Frau Agatha von Waldeck ist nicht bekannt, nur das wissenwir, daß sie eine Mutter der Armen und Dürftigen, von diesen beweint, bald nach ihremJörg zu ihm in die Gruft gebettet wurde.

Im Jahre 1482 starb der Mannsstamm der Waldecker mit Jörgens Vetter, Wolf,aus. Die Herrschaft ging durch Erbschaft an die Grafen von Maxlrain über, welche sich.theils dort, theils auf der Wallenburg aufhielten. So verfiel dann auch die zweite Burgder Waldecker hinter dem Weinberge in Schliers. Kein Stein erinnert mehr an dieStätte, wo drei edle Waldecker segensreich wirkten, nur der Nameauf der Burg« oder.Burgberg« bezeichnet noch die Fläche, auf welcher die kleine Burg erbaut war. Dagegenzeugen die drei Küchlein noch heutigen Tages von dem Gottvertrauen des Ritters Jörg'»es Jüngeren von Waldeck.

Knabenzucht will harte Hänve.

Leides viel besährt ein Knabe,

darr ist lerne esqate,

Narr uns

Sei ihm, Gott, «n Huld gewogen!

!e mehr die Menschen dürfen,

)esto dreister wird ihr Mögen.

Müh' zur Lust ist eitle Mühe,

Nutzlos, wie dem Meer der Regen;

Arbeit, die den Auftrag höhnet,

Das ist Arbeit ohne Segen.

Künste lernt' ich, edier Künste,

Hoher Künste lernt' ich sieben;

Wenig frommen sie; die eineSchwerste ist mir fremd geblieben.

>wing die Welt nach deinem Willen)der zwing dein eig'nes Wollen!

Freiheit ist der Zweck des Zwanges,Wie man eine Rebe bindet,

Daß sie, statt im Staub zu kriechen,

Froh sich in die Lüfte windet.

(Dreizehnlinden.)

«»»»rsrner.

Des Neides Laster ist nicht deiner Strafe werth,

Und bricht sich selbst den Hals, fällt in sein eigenes Schwert.

T s ch e r n i n g.

Alles, was wir wirklich lieben ist unersetzlich, und Alles, wofür Ersatz uns denkbar ist, habe»emals wahrhaft geliebt. Nierrtz.

Wer verräth, er verwahre ein Geheimniß, hat schon dessen Hülste ausgeliefert, und die zweite

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