Ausgabe 
(29.8.1883) 69
 
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Main überschritten, auf das linke, badische User am Ende der Brücke steht der gslb-rothe Greazpfahl, tritt sogleich wieder in einen Tunnel, der sie durch den Schloß-berg führt, überschreitet auf einer Brü e die Tauber und erreicht so den auf dem linkenTauberufer liegenden Wertheimer Bahnhof. Bon Wertheini im folgenden Artikel.

Himmelsscha« in» Monat September.

Merkur H hat am 11. seinen g'.ohten östlichen Abstand von der Sonneund könnte am Abendhimmel kurze Zeit beoba cstet werden.

Venus tz tritt als volle Scheibe vor die Sonne und geht deßhalb mit ihr aufund unter.

Mars läuft in den Zwillingen gegen den Krebs vorwärts, geht nach 11 UhrAbends in NO. aus und ist bei Eastor und Pvllux bis Tagesanbruch zu sehen. Am25. steht er 6" nördlich vom Monde.

Jupiter bewegt sich von den Zwillingen gegen den Krebs, geht in immerfrüheren Morgenstunden zuletzt gegen Mitternacht aus iu NO. Am. steht er nörd-lich vom Monde.

Von ferne» Trabanten werden sichtbar verfinstert: der erste am 6., 13., 29.; derzweite am 4. und 29.; der dritte am 27.

Saturn A geht zwischen 8 Uhr >8 Min. und 6 Uhr 15 Min. Abends auf undsteht am 21. n, rdlich vom Monde. Der Durch nesjer seiner Kugel beträgt 17, der seinerRingoxen 43 und 19 Nogenselunden.

Miscellen.

(Sprichwörter.) Wer den Acker zu sehr düngt, bekommt Kraut statt Knollen.Wer seinen Acker bauet, der wird Brodes die Fülle haben. Wer seinen Acker brachliegen laßt, dem läuft Schaf- und Hornvieh darüber. Wer seinen Acker mit armerLeute Schweiß will düngen, dem wird er leine Segengarben bringen. Wer seinen Ackerwohl baut, genießt sein auch wohl. Wer unfruchtbaren Acker baut, vergeblich nach derErnte schaut. Wie der Acker, so das Getreide. Wie du den Acker wirst eggen, sowirb das Getreide sich legen. Auf einen solchen Acker gehört kein anderer Pflug. (Dasverdient keine andere Vehandluugsweije.) Fremde Acker pflügen. (Seine Kräfte demeigenen Wirkungskreise zu entziehen und damit in fremde Geschäftssphären eingreifen.)Aus dem Acker ist kein besserer Mist, als der an des Herren Schuhen ist. Das ist derbeste Acker, den man eigen hat. Der Acker, den man mit silbernen Scharen pflügt,trägt goldene Früchte. Der Acker ist das Heu, die Wiese der Knecht. Der Acker spürt'sschon, neu» man Weißrükensamen nur darüber trägt. Ein Acker, der mit Kalk gedüngtwird macht nur alte Leute reich. Ein Acker mutz den andern austragen. (Ein Nach-bar soll dem andern zum Bestellen der Saat nie zum Einräumen der Früchte den Wegüber seinen Acker öffnen, wenn auf andere Weise die Ab- und Zufuhr nicht mög-lich ist.) Ein Acker und Pflug, ein Wasser und Krug, durstige Leute und guter Wein,soll allzeit bei einander sein. (Wanders Spr.-Lex.)

(Berechtigter Wunsch.) Photograph:Wie wünschen Sie abgenommen zuwerden, Brustbild oder Kniestück?" Bäuerin:Wenn's sein könnt', sollt der Kopfschon aucl dabei sein!"

(Musterhafte Reinlichkeit.) Vater (stolz erzählend):Ein reinlichesKind, mein kleiner Moritz; jede Woche geb' ich ä reines Handtuch, und wenn ich's weg-nehin', ist es noch so sauber wie zuvor."

Auflösung des Räthsels in Nr. 68:Pilatus."

Für die Redaktion verantwortlich Alphons Planer in Augsburg . Druck und Verlag desLiterarijchen Instituts von vr. Max Huttler .