Ausgabe 
(12.12.1883) 99
 
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Huf- und Waffenschmiede. Im schwarzen Felde ein silbernes Hufeisen.Patron: St. Eligins der Schmied. Fahne schwarz und weiß.

Hutmacher . Im blauen Felde ein schwarzer Hut. Patron: St. Jakob, derPilger im Pilgcrkleidc, die Pilgermuschcl auf der Brust oder am Hute, mit Schwertoder Pilgerstab. Fahne blau und schwarz.

Kammmacher. Im rothen Felde ein verzierter goldener Kamm alter Form.Patronin: St. Magdalena, die Erfinderin des Kammes, mit einer Salbbüchse, zuweilenin ihr langes Haupthaar gehüllt, kniet unter dem Kreuze Jesu . Fahne roth und gold.

Kupferschmiede. Im blauen Felde ein purpurfarbiges Gefäß, von zweigoldenen Greifen bewacht. Patron: St. Eulogius, der mit kupferner Lanze Gctödtetc.Fahne blau, gold, Purpur.

Kürschner . Im purpurrothen Felde ein schräglicgendcr Hcrmelinstrcifcn. Patron:St. Johannes der Täufer im Gewände aus Thicrfcllcn, oft mit struppigem Haupthaar(als Zeichen der Bußübung), trägt das Lamm Gottes und ein Krcuzpanicr. Fahnepurpur mit aufgestreuten Hermelinflockcn.

Lebküchner. Im blauen Felde einen Naturfarben gemalten weißen und einenbraunen Lebkuchen. Patronin: die allersüßcste Jungfrau Maria mit dein allersüßcstcnKindlcin. Fahne purpur und silber.

Maler. Im silbernen Felde das Bild der hl. Jungfrau. Patron: St. Lucas,der erste Maler; er malt vor einer Staffele!. Fahne regenbogenfarbig gestreift.

Maurer. (Siehe Steinmetzen.)

Messerschmiede. Im rothen Felde drei silberne Dolche über Kreuz durch einegoldene Krone gesteckt. Patron: St. Moritz, der ritterliche Held, ein Thcbancr. Fahneroth und gelb.

Metzger. Im purpurnen Felde ein goldener Ochse und ein naturfarbencs Beil.Patron: St. Mathias, der mit dem Beil Ermordete, und St. Lucas neben dem apoka-lyptischen Thiere, dem Ochsen. Fahne purpur und gold.

Müller. Im blauen Felde ein silbernes Mühlrad. Patronin: St. Christinn,die mit einem Mühlstein als Kragen um den Hals in's Wasser Gestürzte und voneinen: Engel Gerettete. Fahne blau und silber.

Radier und Nagelschmiede. Im silbernen Felde ein purpurnes Herz, inwelches drei Nägcl gesteckt sind. Patronin: St. Helena, welche Christi Kreuz sammtden Nägcln auffand, mit denen der Heiland gekreuzigt wurde; sie trägt das KreuzChristi und die Nägcl. Fahne silber, purpur, silber.

Optiker. Im silbernen Felde ein grünes Brcnuglas und eine blaue Brille.Patron: St. Fridolin, der erste Brillenträger. Fahne grün und silber.

Perrückenmacher und Friseure. Im silbernen Felde ein weiblicher Kopfnut Locken. Patronin: St. Magdalena, welche lange Haare hatte. Fahne purpur undsilber.

Porzellanmaler. Im silbernen Felde ein halb roth, halb blaues Wappen-schildchen. Patron: St. Lucas. Fahne roth, silber, blau.

Nothgießer. In: rothen Felde eine goldene Glocke. Patronin: St. Agatha,die auf den Gießhütten um Abwendung der Fencrsgcfahr angerufen wird. Fahne rothnnd gold.

Sattler. Im silbernen Felde ein purpurner Sattel mit Goldeinfassnng. Patron:St. Georg, der tapfere Ritter, der fest !m Sattel Sitzende. Fahne silber, purpur, gold.

Schauspieler. Im silbernen Felde eine tragische und eine komische Maske oderzwei gekreuzte Dolche. Patron: St. Genesius, der früher Histrione war, aber unter demVölklein der Theater wenig Verehrer finden dürfte. Fahne purpur und silber.

Seiler. Im grünen Felde drei goldene Seidcwinden oder Spindeln. Patronin:St. Anna, welche die Bußstricke und Geißeln einführte. Fahne grün und gold.