Schlosser. Im silbernen Felde zwei gekreuzte Schlüssel, darüber und darunterVorlegeschlösse!. Patron: St. Petrus, der die Himinelsschlüssel hält, bejahrt, mit starkerTonsur oder ganz kahlen: Scheitel, einige Schlüssel in der Hand, zuweilen mit zweiSchlüsseln. Fahne schwarz und silber.
Schornsteinfeger, Essenkehrer. Im silbernen Felde zwei gekreuzte Besen,darüber eine Rußscharre. Patron: St. Florian, der Feuerlöscher. Fahne ganz schwarz.
Schmiede. (Siehe Gold-, Huf-, Waffen- und Nagclschmiede.)
Schneider. Im grünen Felde ein Schneider-Fingerhnt und eine Schncidcr-Schcere, stahlfarben. Patron: St. Johannes der Täufer , weil er wahrscheinlich seinenRock aus Kameelgarn selbst gemacht hat. Fahne grün und blau.
Schreiner oder Tischler. Im silbernen Felde eine Säge und ein Hobel.Patron: St. Rochus, der Kunsttischler und Pilger, am linken Schenkel eine Pestbeule,einen Hund neben sich, Pestkranke heilend. Fahne blau und silber.
Schü tzen, Armbrnst- und Büchsensch üHeu. Im goldenen Felde ein schwarzerReichsadler. Patron: St. Sebastian; er leidet, nackt an einen Baum oder Pfahl ge-bunden, von vielen Pfeilen durchbohrt, den Märtyrertod. Fahne schwarz und gold.
Schuh - und Stiefelmacher. Im goldenen Felde einen schwarzen Schuh undeinen Stiefel. Patrone: St. Krispin und St. Krispiniauns, mit Schnhmachcr-Gcräth,weil sie als Missionäre in Gallien ihren Unterhalt durch Schnhemachen verdienen mußten.Fahne schwarz und gold.
Seifensieder und Licht zieh er. In: blauen Felde ein Pfund silbernerKerzen. Patronin: St. Maria di Monte, welche strenge ihren Rittern und DienstlcntcnWaschungen anbefahl, während heute „die Ritter von: Geiste" oft recht ungewascheneMänner sind.
Steinn: eben und Maurer. Im blauen Felde goldene Manrcrwerkzcngc,Zirkel, Kelle, Richtschnur und Winkelmaß. Patron: St. Stephanns, der mit unbehauenenSteinen gesteinigt wurde. Auch St. Rcinhold, ein Mönch in Köln , mit einen: Hammerin der Hand. Fahne blau und gold.
Teppichweber. Im goldenen Felde ein farbiggcstrcifter Teppich. Patron:St. Paulus, der auch ein Teppichweber war, mit den: Schwert, auch zwei Schwertervor sich haltend, wo das zweite dann als das Schwert des Geistes zu deuten ist.Fahne gold und buntfarbig.
Tuchmacher , Wollen web er. Im rothen Felde zwei goldene Tuchweber-schiffe in's Andreaskreuz gelegt. Patron: St. Martin, der seinen Tnchmautcl mit demSchwerte theilte und die Hälfte einen: nackten Bettler gab, und St. Severns von Ra-vcnna, der ein Wollcnwebcr war. Fahne roth und gold.
Tuch fürber, Tuchwalker. (Siehe Walkmüller.)
Tünch er. In: blauen Felde zwei goldene in's Andreaskreuz gelegte Borsten-pinsel. Patron: St. Antonins, dessen Attribut die Borsten liefert, mit dem ägyptischenKreuz (1Y und der Bcttlcrglocke, von Teufeln versucht, ein Schwein neben sich. Fahwblau und gold.
Uhrmacher. Im rothen Felde ein großes silbernes Zifferblatt mit goldener'Zeigern. Patron: St. Petrus mit dem Hahne, dem Uhrweckcr. Fahne roth und silber
Wagner, Stellmacher, Radmachcr. Im blauen Felde ein goldenes RadPatronin: St. Katharina, mit den: Rade gemartert. Fahne blau und gold.
Wachsbleicher, Wa ch s st o ck- u n d W a ch s l i ch t in ache r. Im blauen Feldein goldener Bienenstock. Patron: St. .Ambrosins, Erzbischof von Mailand , Kirchenlehrer, auf dessen Gesicht, als er noch Knabe war, einmal ein Bienenschwarm sich niederließ; er hat einen Bienenkorb znr Seite und eine Geißel in der Hand, weil er den»Kaiser Theodosius den Eintritt in die Kirche verwehrte. Fahne blau mit goldene'Biegen bestreut.