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St. Bonifatins, Erzbischof, mit einem von einem Schwerte durchstochenen Buche. Fahnesilber, roth und gold.
Dachdecker. Im rothen Felde silberne Werkzeuge. Patron: St. Naphael derschützende Erzengel. Fahne roth und silber.
Drechsler. Im blauen Felde silberne KMnstdrchcreien und zwei gekreuzte Drch-mcisicl. Patron: St. Erasmus, Bischof unter Diocletian ; er halt eine Winde in derHand, um anzudeuten, daß ihm die Eingeweide aus dein Leibe gewunden wurden.Fahne blau und silber.
Färber. Im blau und pupurgctheiltcn Schilde eine goldene Mange. Patron:der 'Apostel St. Simon, eines Purpnrfärbers Sohn. Fahne getheilt, oben blau undPurpur, unten pnrpnr und blau.
Feilen Hauer. Im grünen Felde drei eiserne Feilen. Patron: St. Thcodo-sius, der in Eisen Geschlagene. Fahne grün und schwarz.
Fischer. Im silbernen Felde drei naturfarbene, ineinander geschlungene Fische,darunter ein Krebs. Patrone: St. Bcnno und Mauritius , denen Fische verlorene Kirchen-schlnssel wiederbrachten. Fahne grün und silber.
Flaschner. (Spengler und Plättner.) Im grünen Felde eine silberne Ritter-rüstung, oder auch ein goldener oder silberner Helm, ihr Meisterstück. Patron: St.Wilhelm der Große, der die Rüstung nie ablegte. Fahne grün und silber.
Fuhrleute und Kutscher. Im blauen Felde auf grünem Boden ein goldenerWagen. Patron: St. Laüo, der einen Todtgcsahrcnen wieder belebte, oder, da dieserHeilige minder bekannt ist, Patronin: St. Katharina von Alcxandric», mit einem zer-brochenen, mit Messern besetzten Rade, welches der Blitz zerschmetterte, als sie gerädertwerden sollte. Fahne blau und grün.
Gärtner. Im silbernen Felde ein grüner Baum mit entblößten Wurzeln.Patronin: St. Dorothea , sie trügt Blumen, Rosen und Früchte, weil Engel vor ihremTode, den sie als Heimgang zu ihrem Bräutigam bezeichnet hatte, mit Blumenkränzenerschienen. Fahne grün und silber.
Gastwirthe. Im rothen Felde ein silberner Pokal, daneben silberne Brode;darüber in Silber Sonne , Mond und Sterne. Patron: St. Goar, der die Reisendenumsonst beherbergte (worin die Gastwirthc freilich ihrem Patron nicht nachfolgen können).Fahne roth und silber, weil sie rothen und weißen Wein schlucken.
Gerber. Im rothen Felde zwei silberne Schabeisen. Patron: St. Bartholomäusmit dem Messer und seiner abgeschundenen .Haut. Fahne roth und silber.
Glaser. Im silbernen Felde ein gothisches Doppelfenster mit blauen Rund-scheiben, darunter Lineal und Diamant. Patron: St. Scrapion, der aus einem FensterGestürzte. Fahne blau und silber.
Gold- und Silb er schmiede. Im blauen Felde einen silbernen Ehrenpokal,zu beiden Seiten goldene Ringe. Patron: St. Eligius , der Goldschmied. Fahne gold,blau und silber.
Gürtler. Im blauen Felde eine goldene Gürtelspange. Patronin: St. Agatha,deren Gürtel die Henker nicht von ihrem Leibe zu entfernen vermochten. Fahne blauund gold.
Hafner (Töpfer). Im goldenen Felde ein rother Hafen. Patron: St. Goar,Priester und Eremit zu Trier um 580. Drei Hündinnen gaben ihm ihre Milch, womiter die ihn Gefangennehmenden tränkte; ein Teufel sitzt auf seiner Schulter; er hälteinen Topf in seiner Hand. Fahne roth und gold.
H orndrehe r. Im grünen Felde ein silbernes Büffelhorn. Patron: St. Hnbertus,der Jagdfreund, zwei Pfeile haltend; neben ihm steht ein Hirsch, welcher zwischen demGeweih ein Crucifix trägt, durch dessen Anblick er auf der Jagd bekanntlich bekehrtwurde. Fahne grün und silber.