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8 (1839)
Entstehung
Seite
11
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Antiquarischer Briefe vierter.

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Vierter Brief.

Sie haben Recht: mein voriger Brief fiel in das Höhnische.— Glauben Sie, daß es so leicht ist, sich gegen einen stolzenund kahlen Eiitschcidcr des höhnischen Tones zu enthalten?

Aber Sie urtheilen: daß ich zur Unzeit höhne; daß HerrKlotz unmöglich diese Einwendungen gegen die HomerischenGemählde, könne gemeiner haben.

Und gleichwohl habe ich keine andere jemals gemacht.

Za auch diese ^ merken Sie das wohl — habe ich kci-ncswcges gegen die Ausführung der vom Caylus vorgcschlagncn,oder in seinem Geiste vorzuschlagenden, Homerischen Gemähldegemacht; habe ich keincswcgcs in der Meinung gemacht, daßdiese Ausführung nothwendig mißlingen müsse.

Wenn dem Mahler nicht jeder Gebrauch willkührlichcr Zei-chen untersagt ist; wenn er mit Recht von lins verlangen kann,daß wir ihm gewisse Voraussetzungen erlauben, gewisse Dingeihm zu Gefallen annehmen, andere ihm zu Gefallen vergessen:warum sollte er nicht, wenn er sonst ein braver Meister ist,aus jenen Entwürfen zu Homerischen Gemählden sehr schätzbareKunstwerke darstellen können?

Ich wüßte nicht, wo ich meinen Verstand müßte gehabt ha-ben, wenn ich dieses jemals geleugnet hätte.

Meine Einwendungen sollten lediglich die Folgerungen ent-kräften oder einschränken, welche Eaylus aus dem Mahlbarcu derDichter, aus ihrer größer» oder geringern Schicklichkcit, in ma-terielle Gemählde gebracht zu werden, wider einige dieser Dichter,zum Nachtheile der Dichtkunst selbst, macht.

Fünfter Brief.

Sie bestehen darauf, daß Herr Klotz diese Einwendungennicht könne gemeint haben; das Beyspiel, worauf er sich beziehe,zeige es deutlich.

Gut, daß Sie auf dieses Beyspiel kommen. Lassen Sienns den Mann hören.

°) „und kahle»" schll ill der Iicuc» Icilimg,